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Grimma 30. Kaninchen-Jungtierschau in Altenhain
Region Grimma 30. Kaninchen-Jungtierschau in Altenhain
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15:54 07.07.2019
In Altenhain gibt es die beste Ergebnisse für Farbenzwerge (v. l.), Alaska und Blaue Wiener.
In Altenhain gibt es die beste Ergebnisse für Farbenzwerge (v. l.), Alaska und Blaue Wiener. Quelle: Roger Dietze
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Altenhain

Wenn hinter dem Altenhainer Kindergarten Helle Großsilber, Alaska, Thüringer sowie Marburger Feh im Mittelpunkt des Interesses stehen, dann ist wieder einmal ein Jahr ins Land gegangen. Dann lädt der Rassekaninchenzüchterverein S 774 Altenhain zu einer neuen Jungtierschau ein.

30. Ausstellung in Altenhain

Am Wochenende war das zum mittlerweile 30. Mal. In den auf dem Vereinsdomizil platzierten Käfigen präsentierten Züchter aus sieben Muldentaler Rassekaninchenzüchtervereinen mehr als 100 im Schnitt vier Monate alte Nachwuchs-Mümmelmänner, die am Freitag zuvor kritisch von den Preisrichtern Sebastian Dietze aus Leipzig und Max Fengler aus Baalsdorf unter die Lupe genommen worden waren. Im Ergebnis vergaben die beiden die ersten drei Plätze an Züchter des gastgebenden Vereins. Zuchtwart Klaus Sedlaczek wurde für seine vier Tiere umfassende Farbenzwerge-Zuchtgruppe der dritte Rang zugesprochen, wobei zwei der Tiere das höchste Prädikat (8/7) erhielten.

Blaue Wiener und Alaska-Zucht in Altenhain

Platz zwei „erzüchtete“ sich sein Vereins-Kollege Frank Schierz für seine vier jungen Blauen Wiener. Und auf das oberste Treppchen schaffte es dessen Ehefrau Annemarie mit ihrer Alaska-Zuchtgruppe, für die die Preisrichter einmal eine 8/7 und dreimal das zweithöchste Prädikat 8/6 vergaben. Gleichwohl übte sich die Zuchtsiegerin, die damit zugleich den vom ehemaligen Altenhainer Bürgermeister Günter Kramer gestifteten Wanderpokal überreicht bekam, in Bescheidenheit. „In meinem Zuchterfolg steckt eine große Portion Wissen meines Mannes“, sagte Annemarie Schierz. Sie widmet sich seit dem vergangenen Jahr der Zucht dieser Rasse, die ursprünglich mit der Absicht gezüchtet wurde, das Fell des schwarzen Alaskafuchses zu imitieren. „Ihr glänzendes Fell hat mich schon immer begeistert“, so die 66-Jährige.

Gastgeber unter sich: Das Podium der Beten teilen sich die Altenhainer Züchter Klaus Sedlaczek (l.), Annemarie Schierz und ihr Ehemann Frank. Quelle: Roger Dietze

Rassenstandard als Grundlage

Unter anderem auch das Fell unterziehen die Rassekaninchen-Preisrichter einer genauen Begutachtung. Grundsätzlich legen sie ihrer Bewertung den klar formulierten Standard der jeweiligen Rasse zugrunde. „Von Fall zu Fall ist das nicht immer so ganz einfach“, berichtete Zuchtwart Sedlaczek, der sich sowohl mit der Quantität als auch der Qualität der an den beiden Tagen präsentierten Tiere zufrieden zeigt.

200 Tiere in den 90er-Jahren

„Sicher hatten wir in den 90er-Jahren auch schon über 200 Tiere. Aber in diesen Zeiten ist eine Jungtier-Ausstellung mit 100 Tieren ein guter Wert. Wie auch die die sechsmalige Vergabe des höchsten Prädikats 8/7 für Einzeltiere eine Quote ist, die sich sehen lassen kann“, meinte Sedlaczek.

Sein 82 Jahre alter Verein wird dann Mitte August mit mehreren Züchtern bei der Jungtierschau des Muldentaler Rassekaninchen-Kreisverbandes vertreten sein, die in Grimma-Hohnstädt stattfindet.

Von Roger Dietze

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