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Grimma A14 Lärmbelästigung: Bundestagsabgeordnete Landgraf besucht Künstlergut Prösitz
Region Grimma A14 Lärmbelästigung: Bundestagsabgeordnete Landgraf besucht Künstlergut Prösitz
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19:02 31.07.2019
Initiative aus Machern machte bereits 2015 mit diesen Ohren gegen Lärmbelästigung an der A14 aufmerksam. Quelle: Frank Schmidt
Grimma/Prösitz

Die Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf besuchte am Mittwoch Vormittag die Bürgerinitiative „A Vierzehn leiser stellen“ auf dem Künstlergut Prösitz. Hintergrund des Treffens war eine Sondierung der Möglichkeiten zu Schallschutzlösungen an den Ortschaften, die an der A 14 liegen. Die Bürgerinitiative versucht seit den 90er Jahren einen Schallschutz für die stark befahrene Autobahn zu realisieren und bekommt jetzt erneut die Unterstützung der Politikerin Landgraf.

Bevölkerung muss Projekt für Erfolg mittragen

Die Bildhauerin und Mitbegründerin der Bürgerinitiative, Ute Hartwig-Schulz, möchte die Initiative nicht als ein Projekt für Prösitz verstanden wissen. „Es gibt so viele Ortschaften entlang der A14, die durch den Lärm betroffen sind und die Menschen zum Schutz ihrer Gesundheit einfach wegziehen müssen. Wir können nur da durchstarten, wo die Bevölkerung das Projekt auch mitträgt. Es kommt vor allem auf die Menschen in den betroffenen Orten an, den Traum einer weniger lauten Autobahn zu realisieren,“ so die Künstlerin.

Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf (CDU). Quelle: Kempner

Landgraf empfiehlt Arbeitsgruppen in den Kommunen zu gründen

Mit ihren Vorschlägen stieß Hartwig-Schulz auf offene Ohren bei der Bundespolitikerin, die auch gleich wusste, wo die richtigen Töpfe zur Finanzierung stehen. „Der Bund setzt seit langem auf eine umweltbewusste Verkehrspolitik und da passen die Ideen zu einem umweltverträglichen Lärmschutz bestens herein,“ so Landgraf. Dabei gab sie zu bedenken, dass die jeweiligen Städte diese Gelder, sobald ein Konzept vorliegt, beantragen können. Das setze jedoch die Bereitschaft der jeweiligen Verwaltungen voraus, eine entsprechende Arbeitsgruppe zu gründen, in der auch die Mitglieder der Bürgerinitiative durchaus mitarbeiten könnten.

Mit dieser künstlerisch gestalteten Wand hat das Künstlergut Prösitz nahe der Autobahn schon im Jahr 2007 auf den Autobahnlärm aufmerksam gemacht. Quelle: Frank Schmidt

Kunstwerk soll 2020 auf Problematik aufmerksam machen

Die Bürgerinitiative wird in den kommenden Wochen Radtouren in die betroffenen Regionen unternehmen, um eigens für die neue Facebookseite „A Vierzehn Leiser Stellen“ zu werben, auf der sich betroffene Anrainer entlang der Autobahn vernetzen und Ideen einbringen können. „Wir sind guter Dinge, dass wir auf diesem Weg Menschen zusammenbringen können, die sonst aus beruflichen oder anderen Gründen, nicht zusammenkommen würden,“ so Hartwig-Schulz. Im kommenden Jahr wird außerdem ein von der A14 gut sichtbares, begehbares Kunstwerk von der Künstlerin Anna Holzhauer entstehen, das die Lärmproblematik praktisch aufgreifen soll.

Von Detlef Rohde

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