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Grimma Ab Freitag freie Fahrt auf der S 44 in Skoplau
Region Grimma Ab Freitag freie Fahrt auf der S 44 in Skoplau
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14:52 09.12.2015
Der Ausbau der S 44 bei Skoplau ist abgeschlossen. Quelle: LVZ-Archiv
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Colditz/Skoplau

Die Staatsstraße 44 bei Skoplau wird voraussichtlich am Freitagnachmittag, 11. Dezember, für den Verkehr freigegeben, informiert Isabel Siebert, Pressesprecherin beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Neben dem grundhaften Ausbau der Fahrbahn auf einer Länge von 1,8 Kilometern – vom Knotenpunkt mit der Kreisstraße 8394 nach Bockwitz (im Süden von Skoplau) bis zum Knotenpunkt mit der K 8340 nach Collmen (nördlich Skoplau) – umfasste die Maßnahme auch die Herstellung von Gehwegen in der Ortslage Skoplau sowie die Erneuerung der Zufahrten und der Anlagen der Straßenentwässerung.

Das Vorhaben war bereits 2012 begonnen worden. Bis auf einen kleinen, vom Altbergbau (Ton und Kohle) besonders stark belasteten Abschnitt konnte die Gesamtstrecke auch bereits Ende 2013 fertig gestellt werden. „Während der Bauausführung zeigten sich jedoch in dem kritischen Bereich von rund 100 Metern erneut Risse im Planum, die auf aktuelle Bewegungen im Untergrund hindeuteten“, erklärt Siebert. Auf Grundlage spezieller Baugrunduntersuchungen sei daraufhin eine aufwendige technische Lösung konzipiert worden. „Durch eine moderne 3D-Simulation wurde die Wirksamkeit dieser Lösungsvariante bestätigt und Ende 2014 durch die Landesdirektion Sachsen baurechtlich gesichert“, so die Lasuv-Sprecherin.

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Im Mai 2015 wurde nach erfolgter Ausschreibung mit der Umsetzung begonnen. Insgesamt wurden rund 1100 Meter Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 90 Zentimetern eingebracht. „Besonders im Bereich der Hochspannungsleitung waren aus Sicherheitsgründen die erforderlichen Arbeiten sehr anspruchsvoll“, sagt Siebert. Nach dem Herstellen der Pfahlkopfplatte wurden durch diese hindurch rund 1300 Meter Anker mit einer Einzellänge von 17,5 Metern gebohrt und eingebracht. Daran schlossen sich die noch offenen Restleistungen im Straßenbau sowie das Herstellen der Beschilderung an.

Der Ausbau der S 44 war eine Gemeinschaftsmaßnahme von Freistaat Sachsen, Landkreis Leipzig und Stadt Colditz. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich laut Lasuv auf circa 3,65 Millionen Euro. Die Europäische Union förderte den Anteil des Freistaates Sachsen mit 75 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Sachsen förderte zusätzlich zum Eigenanteil die kommunalen Anteile der Stadt Colditz und des Landkreises Leipzig mit insgesamt rund 210 000 Euro.

Von Ines Alekowa