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Grimma Altenhain will Jugendklub im Dorf wieder eröffnen
Region Grimma Altenhain will Jugendklub im Dorf wieder eröffnen
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14:00 03.12.2019
Pauline Schützenberger hat sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr Politik entschieden. Quelle: privat
Bad Lausick

Wenn in Altenhain demnächst vielleicht (wieder) ein Jugendklub öffnet, dann hat Pauline Schützenberger daran erheblichen Anteil. Die 18-Jährige, die in dem zu Trebsen gehörenden Dorf zu Hause ist, möchte gemeinsam mit einem guten Dutzend Heranwachsender erreichen, dass der vor Jahren aufgegebene Treff wieder nutzbar ist.

Mit Bürgermeister Stefan Müller hatte sie ein erstes Gespräch, das sie ermutigt. Schützenberger, die beim Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig ein Freiwilliges Soziales Jahr Politik (FSJ) absolviert, will nicht nur in Altenhain zum Ziel kommen: „Ich will auch anderen zeigen, wie man so etwas anfangen kann.“

Jugendliche sollen sich selbst einbringen

Die Abiturientin betrachtet ihr ehrenamtliches Jahr als Feld der Selbsterprobung. Eingebunden ist sie in die „Lesereise“, die Jugendliche und Senioren über den Weg der Literatur miteinander ins Gespräch bringt, bisher in Großbardau, Pomßen, Brandis. Sie bringt sich ein in das Jugendforum, das einen Projektfonds verwaltet. „Die Idee ist, dass Jugendliche selbst Kriterien festlegen, die für Projektanträge gelten, die dann andere Jugendinitiativen stellen können.“

Mit seinem neu eingedeckten Dach ragt das Dorfgemeinschaftshaus in Altenhain wie ein Leuchtturm heraus. Geht es nach Pauline Schützenberger hat der Ort auch bald wieder einen Jugendclub. Quelle: Frank Schmidt

Für den Kinder- und Jugendring, der in Bad Lausick seine Geschäftsstelle hat, betreut sie die Kommunikation auf Facebook und Instagram, archiviert, was die Medien über Aktivitäten der Mitgliedsvereine berichtet, hält Kontakt zu anderen Ringen in Sachsen. Außerdem ist sie eingebunden in die Vorhaben, die das Flexible Jugendmanagement vorantreibt.

Scharnier zwischen Jugendlichen und Jugendring

Für Andreas Rauhut vom Kinder- und Jugendring bedeutet die FSJ-Verstärkung „jedes Mal eine Bereicherung, ein Jungbrunnen“. Pauline Schützenberger sei die Fünfte, die sich hier einbringe „an der Schnittstelle zwischen den Heranwachsenden und uns in der Jugendarbeit Tätigen. Wir profitieren enorm von ihr.“ Ein Gewinn seien zweifellos die individuellen Projekte, die in dieser Zeit entwickelt würden.Paulines Thema Jugendklub Altenhain passt genau in die Zeit“, so Rauhut. Schließlich lebten wieder mehr junge Leute in den kleineren Orten und brauchten solche Domizile.

Freiwilliges Soziales Jahr ist im Kommen

Knapp 30 FSJ-Stellen gibt es in Sachsen. Das Interesse daran wachse im Landkreis wie in der Stadt Leipzig, sagt Andreas Rauhut. Träger sei die Sächsische Jugendstiftung. Der Schönheitsfehler allerdings: „Die Finanzierung fehlt. Unsere Förderanträge brachten noch kein Ergebnis. Wir sind auf Spenden angewiesen.“ Für Pauline Schützenberger sind die zwölf Monate zweifellos ein Gewinn. „Beruflich möchte ich dann auf jeden Fall etwas mit Kindern und Jugendlichen machen“, sagt sie: Soziale Arbeit oder Lehramt studieren, zum Beispiel.

Von Ekkehard Schulreich

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