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Grimma Angela Neubert liebt Pferde und bringt sich vielfältig ein
Region Grimma Angela Neubert liebt Pferde und bringt sich vielfältig ein
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00:23 12.08.2018
Aufs Pferd gekommen: Mit 13 Jahren begann Angela Neubert mit dem Reitsport, heute beherbergt ihr Stall mehrere Rassen. Quelle: Roger Dietze
Borsdorf/Panitzsch

Wenn in Panitzsch das Wort „Pferd“ fällt, dann zumeist in einem Atemzug mit dem Namen von Angela Neubert. Denn die Mittfünzigerin hat gut drei Viertel ihres Lebens mehr oder weniger intensiv mit dem neben dem Hund treuesten Begleiter des Menschen zu tun gehabt. Seit jenem Jahr 1969, in dem sich die gebürtige Messestädterin in Leipzig-Knauthain erstmals auf den Rücken eines Pferdes schwang. „Woher meine besondere Zuneigung zu diesen Tieren kam, kann ich nicht einmal genau sagen, ich weiß nur noch, dass ich als Kind immer ganz fasziniert zum Kohle-Kutscher und dessen Pferden geschaut habe“, erinnert sich die Wahl-Panitzscherin, die auch nach ihrer Ausbildung zur Diplom-Agraringenieurin dem Reiten die Treue hielt.

Langjährige Erfahrungen mit Pferden

Und zwar auf eine recht bequeme Art und Weise, bot doch ihr damaliger Arbeitgeber, die LPG Engelsdorf, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der Basis einer Kooperation mit der Reit- und Fahrtouristik kostenloses Reiten an. Die über viele Jahre hinweg angeeigneten Erfahrungen im Umgang mit Pferden gab Angela Neubert nach ihrem 1981 erfolgten Umzug nach Panitzsch an den Reit-Nachwuchs der Reit- und Fahrgemeinschaft weiter, darüber hinaus wirkte sie viele Jahre im Vorstand dieses Vereins mit. Eine finanzielle Förderung seitens der Deutschen Nationalen Reitervereinigung für die Nachwuchsarbeit in Höhe von 7000 Euro bildete Anfang der 90er Jahre die Basis für den Aufbau einer Ponygruppe innerhalb des Vereins. „Aufgrund der großen Nachfrage nach dem Reiten auf Ponys habe ich mich im Jahr 2000 zur Gründung einer Ponyreitschule entschlossen“, so Neubert.

Panitzscher Ponyreiter-Verein

Um dem sportlichen Aspekt Genüge zu tun, hob sie sieben Jahre später den Panitzscher Ponyreiter-Verein aus der Taufe, der entsprechend in diesem Jahr sein Zehnjähriges feiert. Ein Verein, der sich im Verlauf eines Jahrzehnts im Bereich der Mounted Games - einer aus England stammenden Reitsportdisziplin - mit einer Reihe von Erfolgen auf nationaler Ebene einen Namen machen konnte.

Erfolge kann Angela Neubert zudem bei den durch ihre Hände gegangenen Reiterinnen vorweisen. So etwa hat sich ihre einstige Schülerin Doreen Geidel zu einer renommierten Dressurreiterin entwickelt, Marie Louise Stein betreibt mittlerweile einen Reiterhof in Sehlis und Familie Stichel einen Isländer-Hof in Sprotta.

Kommunales Engagement

Neben ihrem Vereinsengagement und den mit ihrer vor 18 Jahren eröffneten Pony-Reitschule verbundenen Verpflichtungen hat sich Angela Neubert über all die Jahre hinweg Zeit für den Blick über den persönlichen Tellerrand genommen. Sei es als Gemeinde- und Ortschaftsrätin, als Mitglied der Naturschutzbund-Ortsgruppe Partheland oder als Mitinitiatorin der Gründung des Zweckverbandes Parthenaue, die sie nach eigener Aussage mit großem Idealismus in Angriff genommen hat. „Leider mussten wir jedoch feststellen, dass nicht alles so funktionierte, wie wir uns das vorgestellt hatten, weil sich Idealismus und Wirtschaftlichkeit in gewisser Weise ausschließen“, so die Ponyreiter-Chefin, die erstmals 1989 im Borsdorfer Gemeinderat saß. Damals noch für die VdgB, die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe, später dann für die Grünen und die Freien Wähler und aktuell, in ihrer letzten Legislaturperiode, für die SPD.

Doch auch wenn Angela Neubert ihr Gemeinderat-Mandat in naher Zukunft endgültig abgeben wird, hat die sie nach eigenem Bekunden nicht vor, sich auf die Vereinsarbeit und ihre Reitschule zurückzuziehen. „Das Ziel, für das ich mich weiterhin hauptsächlich einzusetzen beabsichtige, ist der Erhalt beziehungsweise die Herrichtung der alten Wegeverbindungen in der Landschaft.“

Von Roger Dietze

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