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Grimma Anna-Luise Conrad will Bürgermeisterin in Naunhof werden
Region Grimma Anna-Luise Conrad will Bürgermeisterin in Naunhof werden
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13:41 11.10.2019
Tritt zur Wahl im Januar an: Anna-Luise Conrad (parteilos) will Bürgermeisterin von Naunhof werden. Quelle: Thomas Kube
Naunhof

Vielleicht regiert ab dem 1. April kommenden Jahres nach langer Zeit wieder eine Frau die Stadt Naunhof. Der CDU-Stadtverband beschloss auf seiner Mitgliedervollversammlung in dieser Woche, die Kandidatur von Anna-Luise Conrad um das Amt der Bürgermeisterinzu unterstützen. Die 30-Jährige gehört keiner Partei an.

„Sie ist eine angesehene Persönlichkeit aus der Mitte der Naunhofer Bürgerschaft; sie verfügt über eine breite Verwaltungserfahrung und hat sich als ausgesprochene Führungskraft bewährt“, informiert Gerold Meyer, der in der Versammlung einstimmig zum neuen Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes gewählt wurde und in dieser Funktion Michael Schramm ablöst. „Es wäre sicher im wohlverstandenen Interesse unserer Heimatstadt, wenn die bürgerlichen politischen Kräfte als ,Allianz der Mitte’ die qualifizierte Kandidatin unterstützen würden.“ Entsprechende Sondierungen, so Meyer, seien bereits im Gange.

Conrad wohnt in Naunhof

Conrad, die mit Partner und zwei Kindern in der Waldstraße wohnt, ist ein echtes Naunhofer Kind. Sie besuchte die Grundschule der Stadt und später das Grimmaer Gymnasium. Im Landratsamt des Landkreises Leipzig absolvierte sie eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten, der in Leipzig ein berufsbegleitendes Bachelor-Studium in Betriebswirtschaftslehre (Business Administration) folgte.

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Mehrere Sachbearbeiterfunktionen durchlief sie in der Bornaer Kreisbehörde. Seit 2012 ist sie die Aus- und Fortbildungsleiterin, seit April vergangenen Jahres zusätzlich die Projektleiterin „Entwicklung Führungskräfteleitbild“ und seit diesem Monat außerdem noch die Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung. Sie spricht Englisch und Französisch.

Landrat spricht von Verlust

„Für unsere Verwaltung wäre es ein großer Verlust, wenn wir sie verlieren“, sagt Landrat Henry Graichen (CDU). Sie habe ihr Aufgabenfeld perfekt strukturiert und eine gute menschliche Art, mit Auszubildenden umzugehen. „Aber ich verstehe auch, dass ihr Entwicklungsmöglichkeiten eingeräumt werden müssen.“

Kandidatur aus eigenem Antrieb

Anna-Luise Conrad tritt, wie sie betont, aus Eigenantrieb für das Amt der Bürgermeisterin an. „Ich habe schon immer ein politisches Grundinteresse gehabt und verfolgte viele Stadtratssitzungen“, erklärt sie. Die Wahl sehe sie als Chance und Herausforderung. „Ich möchte junges dynamisches Blut in die Gestaltung der Stadt bringen.“ Ihr liege an einer guten Zusammenarbeit von Verwaltung und Stadträten, mit den Ortschaftsräten und den beiden Dörfern in der Verwaltungsgemeinschaft. „Außerdem will ich die Kommunikation mit den Vereinen suchen, in ihnen findet das gesellschaftliche Leben statt.“

Von Konkurrenz auszugehen

Die Amtszeit von Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) endet am 31. März kommenden Jahres. Seine Nachfolge soll in der Wahl am 19. Januar bestimmt werden. Bislang bekennt sich nur Conrad öffentlich zur Kandidatur. Es ist aber von mindestens einem Mitbewerber auszugehen.

Schon einmal hatte eine Frau über die Geschicke von Naunhof bestimmt, wie Ortschronist Andreas Klöthe weiß. „Von 1970 bis ’74 war Johanna Brieger Bürgermeisterin“, berichtet er.

Von Frank Pfeifer

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