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Grimma Arbeitsagentur und Berufsakademie informieren bei Studienfachmesse
Region Grimma Arbeitsagentur und Berufsakademie informieren bei Studienfachmesse
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13:04 24.08.2018
Die Agentur für Arbeit Oschatz und die Berufsakademie Sachsen als Veranstalter sowie das St. Augustin Gymnasium Grimma als Ausrichter haben zur Studienfachmesse nach Grimma eingeladen. Dort stand das „Studieren im Praxisverbund“, also das Duale Studium im Vordergrund. Quelle: Frank Schmidt
Landkreis Leipzig/Grimma

Das „Studieren im Praxisverbund“ stand als Slogan im Mittelpunkt einer Studienfachmesse, zu der die Agentur für Arbeit Oschatz und die Berufsakademie Sachsen als Veranstalter und das St. Augustin Gymnasium Grimma als Ausrichter in die Muldestadt eingeladen hatte. Zehn verschiedene Hochschulen aus Mitteldeutschland präsentierten sich mit ihren Studienofferten. Darunter namhafte Institutionen wie die Fachhochschule Meißen, die International University Dresden, die Fernseh-Akademie Mitteldeutschland oder die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig.

„Zunehmend wollen die Abiturienten das Duale Studium haben, weil sie so Praxis und Theorie im Wechsel erleben. Es wird finanziert und für es gibt eine Ausbildungsvergütung“, weiß Madeleine Obendorf von der Arbeitsagentur. Und deshalb präsentierten sich auch 15 sogenannte Praxispartner, die sich um potenzielle Absolventen bemühen. Darunter die Bundes- und Bereitschaftspolizei, die Bundeswehr und Deutsche Bahn, aber auch Kaufland, Obi und andere Wirtschaftsunternehmen der Region.

Die Messebesucher konnten sich bei mehreren Wirtschaftsunternehmen und Praxisberatern über das Duale Studium informieren. Quelle: Frank Schmidt

Vorteil dieses Studienweges sei, so Obendorf weiter, dass die Studenten nach drei Jahren mit dem Bachelor den ersten akademischen Grad in der Tasche haben und gleich in ihrem Ausbildungs- und Studienbetrieb arbeiten können. Wann sich ein Abiturient für eine bestimmte Richtung entscheidet, sei sehr unterschiedlich. Optimal sei ein Orientierungsbeginn in der neunten Klasse, meinte Wolf-Dieter Goecke, Schulleiter im St. Augustin Gymnasium. „Die Möglichkeiten sind ja heutzutage so vielfällig, dass sich nur die wenigsten Abiturienten schon frühzeitig festlegen wollen. Aber das passt in unsere Zeit, wenn sie sich breit gefächert orientieren und relativ spät entscheiden. Jeder muss für sich die Vor- und Nachteile daraus erkennen“, sagte Goecke. Allerdings sollte am Ende in der elften Klassenstufe klar sein, in welche Richtung ein Duales Studium gehen wird, riet auch Obendorf. „Wer sich erst mit dem Abitur entscheidet, bekommt nur schwer einen Ausbildungsbetrieb, der ein Studium mitträgt.“

Schüler loten Möglichkeiten aus

Lilli Schönbrodt gehört zu jenen Absolventen, die zwar Interessen in Richtung Soziales oder Lehramt hat, jedoch noch unentschlossen ist. Die Elftklässlerin rechtfertigt das damit, dass es möglicherweise noch bessere Angebote geben könnte. Ihre Klassenkameradin Charlotte Dubiel hat sich bereits in der neunten Klasse in die soziale Richtung orientiert. „Das hat sich eben so entwickelt“, sagte sie. Ganz konkrete Zukunftsvorstellungen hatte Maximilian Krüger. Der 18-Jährige möchte sich einen Kindheitswunsch erfüllen und zur Polizei. „Auf den weiterführenden Schulen hat sich das verfestigt, weil es ein wirklich toller Beruf mit vielen Chancen ist. Und seit April bin ich schon im laufenden Auswahlverfahren. Ab September könnte die Entscheidung fallen, weil dann auch der Arzt über meine Diensttauglichkeit befunden hat.“ Und wenn daraus nichts wird? „Dann würde ich gerne Notfallsanitäter werden und habe deshalb meine Fühler schon mal bei der Bundeswehr ausgestreckt“, zeigte sich der Zwölftklässler zukunftsorientiert.

Von Frank Schmidt

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