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Grimma Bad Lausick investiert Millionen
Region Grimma Bad Lausick investiert Millionen
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13:00 28.06.2019
Beschlossen wurde im Bad Lausicker Rathaus jetzt der Doppelhaushalt 2019/20. Quelle: Thomas Kube
Bad Lausick

Das Baugerüst am Flügel B jenes Hauses, das die Bad Lausicker Grundschule und den Hort „Riff-Piraten" beherbergt, zeigt es an: Die Sanierung des drei Jahrzehnte alten Komplexes geht weiter. Diese Baustelle ist auf mehrere Jahre noch die größte. Sie bindet einen erheblichen Teil des Investitionsvolumens, das für 2019 und 2020 im Doppelhaushalt der Stadt festgeschrieben ist. Der Stadtrat beschloss den Etat einstimmig. Was allerdings keinesfalls heißt, dass alles in Butter ist.

Bürgermeister: Bad Lausick investiert mehr als andere

Ein Investitionsvolumen von 6,5 Millionen Euro in diesem und dem kommenden Jahr: „Mit dieser Quote zählen wir zu jenen Kommunen mit der höchsten Pro-Kopf-Investition im Landkreis“, sagte Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) nicht ganz unbescheiden. Dank Förderungen und Eigenmitteln arbeite man jetzt vieles von dem auf, das in den vergangenen Jahren habe liegen bleiben müssen. Investiert werde in die Schulen und Kindereinrichtungen, in die Kur und in die Feuerwehren.

Bürgermeister Michael Hultsch. Quelle: privat

Parallel dazu fahre man die Verschuldung weiter zurück; sie werde Ende nächsten Jahres bei unter 500 Euro je Einwohner liegen. „Das schafft Spielräume für die Zukunft.“ Die Steuersätze, seit 2011 in Kraft, blieben unverändert. Man setze auf eine wachsende Einwohner-Zahl, wolle die Stadt und die Ortsteile weiter attraktiv machen. Die Kurort-Entwicklungsplanung schreibe man fort; schließlich gelte es, im Herbst 2020 das Heilbad-Prädikat zu verteidigen. Zudem stelle man ab 2021 Geld bereit, um Voruntersuchungen für ein neues Gewerbegebiet voran zu bringen.

Goerke: Einnahmen-Entwicklung „sehr sportlich“

Letzteres, sagte Udo Goerke (CDU), sei dringend nötig. Nicht der Verwaltungsausschuss an sich habe dafür plädiert, stieß er sich an einer Hultsch'schen Formulierung. „Vielmehr bedurfte es schon erheblichen Drucks“ seitens der CDU, um für die Forcierung der Planung eine konkrete Summe zu vereinbaren. In der Linken-Fraktion habe man dafür Unterstützung gefunden. Mit Blick auf die konkreten Zahlen warnte Goerke dafür, die Rücklagen der Stadt allzu umfänglich anzugreifen.

Was angesichts der Investitionen als Basis bleibe, sei für eine Stadt wie Bad Lausick eher bescheiden. Andererseits seien die steigenden Einnahmen, die der Bürgermeister prognostiziere und in das Zahlenwerk schreibe, „sehr sportlich“. Es gelte, die Einnahmen-Entwicklung konsequent zu beobachten. Hinsichtlich der Sanierung der Grundschule und der Turnhalle im Neubaugebiet sagte er, das Ganze werde sich noch über Jahre hinziehen.

Mit einem Neubau der Grundschule auf einem Campus neben der Oberschule – wie es vor Jahren noch zu Zeiten von Hultschs Vorgänger Josef Eisenmann (CDU) erwogen wurde – wäre man zügiger ans Ziel gekommen: „Ich ärgere mich heute, dass wir uns damals dem Druck von Eltern und Lehrern beugten und uns leichtfertig davon verabschiedeten.“

Barczynski: Kommunen müssen immer mehr leisten

„An der Großwetterlage hat sich nichts geändert“, konstatierte Tim Barczynski (Linke). Den Kommunen in Sachsen werde immer mehr abverlangt, doch sie bekämen dafür kaum die nötigen Mittel. „Es wird in den nächsten Jahren Durststrecken geben“, doch insgesamt verfolge Bad Lausick einen richtigen Kurs: fortgesetzte schrittweise Investitionen in die Substanz: „Viele werden erkennen, es lebt sich gut in Bad Lausick.“

Kipping: Bad Lausicker Kurs stimmt

Der Schuldenabbau sei richtig, die ambitionierte Investitionsplanung sei es ebenso, sagte André Kipping (Unabhängige Wähler). Man habe in der Fraktion den Doppelhaushalt ausgiebig diskutiert und dabei auch bereits die neu gewählten Stadträte einbezogen. Man unterstütze den aufgezeigten Weg. Was den Campus betreffe, halte man die von Goerke jetzt in Zweifel gezogene Entscheidung, statt dessen in die Grundschule im ehemaligen Gymnasium zu investieren, auch heute für richtig.

Von Ekkehard Schulreich

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