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Grimma Bad Lausickerin gründet Stahlmöbel-Firma
Region Grimma Bad Lausickerin gründet Stahlmöbel-Firma
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16:33 24.04.2019
Kerstin Trautner mit Teilen der Produktpalette ihres Unternehmens; an ihrer Seite ihr Mann André. Quelle: Jens Paul Taubert
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Bad Lausick

Rotstahl wie das Rot der Feuerwehr-Spinde: Der Name des 2011 in Bad Lausick gegründeten Unternehmens ist schlüssig, liegt ein Schwerpunkt doch auf der Herstellung und dem Vertrieb von robustem Mobiliar speziell für Feuerwehren. Außerdem rüstet das Unternehmen deutschlandweit Umkleidebereiche und Sozialräume in der Industrie aus. Dabei will Rotstahl nicht länger auf externe Montage-Teams zurückgreifen. Diese Leistungen übernimmt jetzt die unter demselben Dach neu gegründete Handhammer GmbH & Co. KG - ein ebenso sprechender Name, der nicht nur für Stahlschrank-Montagen steht, sondern für ein im Aufbau befindliches Werkstatt-Möbelprogramm.

Neues Lager entsteht in Bad Lausick

Unser Unternehmen hat sich in der letzten Zeit sehr, sehr gut entwickelt. Unsere Lagerkapazitäten, die wir in Grimma unterhalten, reichen nicht mehr aus. Wir wollen deshalb in Bad Lausick investieren“, sagt Rotstahl-Geschäftsführer André Trautner. Auf dem Gewerbegebiet Angerwiesen hat sich der Betrieb ein Areal gesichert, auf dem möglichst bis Weihnachten eine große Halle errichtet werden soll. Ein Bürogebäude folgt in einem zweiten Schritt. „Dass wir uns auf unser Kerngeschäft konzentriert haben, hat uns erfolgreich gemacht“, sagt Trautner. Spezialmöbel für Feuerwehren verkaufe man inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Staaten. Zudem habe man gut zu tun, um meist große Unternehmen mit Spinden, Schließfächern und Ähnlichem auszurüsten. Produziert werden die Stahlmöbel bei zwei Herstellern in Tschechien und Polen. „Beide Werke haben ihre Linien erweitert. Damit sind sie und wir für die Zukunft aufgestellt.“

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Handhammer entwickelt eigenes Profil

Allerdings: „Mit der Montage unserer Möbel bei den Kunden waren wir zuletzt nicht mehr zufrieden. Reklamationen häuften sich. Da mussten wir gegensteuern“, sagt André Trautner. Schließlich seien jene, die sich vor Ort um die passgenaue Aufstellung kümmerten, das Gesicht des Unternehmens. Die Lösung fand sich in der eigenen Familie. Ehefrau Kerstin Trautner, Bankkauffrau und studierte Volljuristin, die zuletzt in Leipzig tätig war, wechselte das Metier und wurde Unternehmerin. Eine Entscheidung, die der Familie mit zwei Kindern im Schulalter gut tue: „Das Zusammenleben lässt sich so besser organisieren.“ Vor einem Jahr gründete sie die Handhammer GmbH mit zwei Hauptgeschäftsfeldern: für Rotstahl die Aufstellung des Mobiliars zu bewerkstelligen und ein eigenes Werkstattmöbel-Programm aufzubauen - Stahlmöbel selbstredend. Letzteres, um eine Fokussierung allein auf Rotstahl auszuschließen.

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Gepostet von Rotstahl am Donnerstag, 17. Januar 2019

„Der Name soll das Handwerkliche ausdrücken, meint aber auch das Werkzeug, das man mit der Hand bedient“, sagt die 35-Jährige. Aktuell zählt ihr Unternehmen fünf Mitarbeiter, soll aber aufgestockt werden. Ebenso plant André Trautner Zuwachs, sowohl was die Technik als die Beschäftigten-Zahl, derzeit zwölf, betrifft.

Von Ekkehard Schulreich