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Grimma Beiersdorf hatte Grimma in der engeren Wahl
Region Grimma Beiersdorf hatte Grimma in der engeren Wahl
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14:51 15.11.2019
An der A14 wird rechts und links der B107 ein neues Gewerbegebiet in Grimma entstehen. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Die Beiersdorf AG, die ab Mitte 2020 nördlich von Leipzig ein neues Werk für Kosmetik und Körperpflegeprodukte hochziehen will, hatte Grimma für ihre Produktionserweiterung in der engsten Wahl. Das verkündete Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) zur Stadtratssitzung, zumal er sich an das Schweigegelübde nicht mehr gebunden fühlt. Berger zeigte sich enttäuscht von der Entscheidung. „Wir haben für die alles mundgerecht zurecht geplant, und dann haben sie uns nicht einmal mitgeteilt, dass sie nach Leipzig gehen.“

Kehrmaschinen-Hersteller auf sieben Hektar

Der Kosmetik-Riese interessierte sich für ein Grundstück des entstehenden Gewerbegebietes im Norden von Grimma. Dort ist der erste Abschnitt von sieben Hektar bereits an den Grimmaer Kehrmaschinen-Hersteller Faun Viatec GmbH veräußert worden, der laut Berger ab 1. Juli 2021 auf dem neuen Standort produzieren möchte. „Wir waren mit der Beiersdorf AG ein halbes Jahr im Gespräch“, so der Rathauschef. Nach anfänglich 20 Optionen standen seinen Worten zufolge zum Schluss nur noch Leipzig und Grimma zur Wahl. „Wir haben so oft mit denen geackert und gesprochen“, doch bezüglich einer Entscheidung sei die Stadt von Monat zu Monat vertröstet worden. Schließlich habe er aus der LVZ erfahren müssen, dass die Kosmetik-Fabrik in Leipzig gebaut wird.„Das wären 350 Arbeitsplätze und ein Investment von 450 Millionen gewesen“, trauert Berger der Chance nach.

Öffentlich reden durfte der Oberbürgermeister während der Verhandlungen nicht. Das habe er sogar unterschreiben müssen, sagte er.

Auch Ansiedlung von Automobil-Zulieferer ist geplatzt

Auch die Ansiedlung eines großen Automobil-Zulieferers ist geplatzt. „Der sagte, er komme definitiv nach Grimma, kam dann aber doch nicht“, so Berger. Gescheitert sei es letztlich an der Entfernung von etwa 25 Minuten bis Leipzig. Das sei zu weit weg gewesen von der Fabrik des Autoherstellers.

Nach Bergers Worten sind für den zweiten Bauabschnitt im Grimmaer Norden inzwischen fünf der insgesamt 15 Hektar vergeben. Die Stadt sei zwar erneut mit zwei großen Unternehmen im Gespräch, habe aber auch Anfragen von vielen kleinen Firmen. Mit denen sei das neue Gewerbegebiet wohl eher voll zu kriegen. „Die Großen erzählen immer viel und halten wenig.“

Stadt Grimma hat externen Dienstleister gebunden

Das künftige Industrie- und Gewerbegebiet Nord III erstreckt sich an der A 14 rechts und links der B 107. Grimma hat die Entwicklung und Vermarktung in die Hände eines externen Dienstleisters gelegt. Mit der WEP-CSM-Entwicklungs GmbH & Co KG arbeitet seit Sommer 2016 eine extra für Grimma gegründete Firma an dem Projekt und ist mit der Kommune einen städtebaulichen Vertrag eingegangen.

Von Frank Prenzel

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