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Grimma Bewohner aus dem AWO-Heim in Höfgen produzieren Kurzfilm
Region Grimma Bewohner aus dem AWO-Heim in Höfgen produzieren Kurzfilm
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11:04 29.08.2019
Unter Leitung von Projektleiterin Vivien Schuhknecht (li.) und Johannes Fischer (re.) und mit Unterstützung von Betreuerin Nancy Meyer (mi) lernten die fotobegeisterten Heimbewohner den Umgang mit dem Tablet beim Fotografieren, aber auch grundlegende Tipps für ein gutes Foto. Quelle: Thomas Kube
Grimma/Höfgen

Im AWO-Wohnheim Höfgen wurden fotografiert und gefilmt. Nicht die Einrichtung und die Menschen, die dort leben. Sondern sie selbst standen hinter der Kamera, konnten das Know-How der Branche erlernen. Dazu wurden sechs Teilnehmer ausgewählt, die sich schon immer für Fotografieren und Filmen interessierten. Dementsprechend mit Begeisterung waren sie bei der Sache. Unter Leitung von Projektleiterin Vivien Schuhknecht und Johannes Fischer und mit Unterstützung von Betreuerin Nancy Meyer lernten die fotobegeisterten Heimbewohner den Umgang mit dem Tablet beim Fotografieren, aber auch grundlegende Tipps für ein gutes Foto.

Filmprojekte an kleineren Orten wie Höfgen

Damit auch geistig behinderte Menschen Zugang zu diesen Medien bekommen und den Umgang damit erlernen, bietet der Sächsische Ausbildungs- und Erprobungskanal, kurz SAEK genannt, mit seinem mobilen Team verschiedenen Foto- und Filmprojekte in ganz Sachsen an. Die mobilen Teams betreuen dabei kleinere dezentrale Orte, die weiter entfernt von den Großstädten sind. Finanziell gefördert wird die EDMedien GmbH durch die Sächsische Landesmedienanstalt. Deshalb sind die drei- bis viertägigen Projekte für ihre Teilnehmer auch weitestgehend kostenlos.

Nach der theoretischen Einweisung begaben sich alle Teilnehmer dann auf Fototour durch Höfgen. Jeder bannte seine eigenen Motive auf den Speicher. „Schon hier war ersichtlich, dass Jeder eigenen Ansichten von Fotografie hat. Obwohl wir das gleiche Objekt fotografiert haben, entstanden unterschiedliche Ansichten.“ Sei es an der Schiffsmühle, der Wassermühle oder einfach entlang der Mulde.

Höfgener produzieren Kurzfilm mit Musik

Einen Tag später setzten die Projektteilnehmer mit der Fähre noch über die Mulde über und es ging zur Klosterruine nach Nimbschen. Die besten Fotomotive wurden am Ende ausgewählt und in einer App auf dem Tablet zusammengefügt. „Damit fertigen wir dann einen Kurzfilm, der mit Musik unterlegt und sogar noch zusätzlich besprochen werden kann“, verrät die Projetkleiterin.

Jedes der drei Teams produziert seinen eigenen Film, der dann am letzten Projekttag allen Heimbewohnern und Mitarbeitern öffentlich präsentiert wird. Die sechs Aktiven sind schon ganz aufgeregt, je näher dieser Tag rückt. Zusätzlich backen sie noch Kuchen, damit es für alle Gäste ein gemütlicher Nachmittag wird.

Breites Angebot für Kita, Schulen und Erwachsene

Der SAEK mobil bietet Medienprojekttage auch in Kindertagesstätten, Schulen und selbst zur Erwachsenenbildung und Lehrerfortbildung an. Die Herstellung ganz normaler Kurzfilme, von Audiobeiträgen, Trickfilmen oder eben Fotofilmen ist ihr Leistungsprofil. Und sie sind auch gut ausgelastet, bestätigt Vivien Schuhknecht. Wer die SAEK für seine Einrichtung buchen möchte, kann dies noch bis Ende September für das erste Halbjahr 2020 tun.

Von Thomas Kube

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