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Grimma Stadtwald Grimma fest in der Hand von Nachwuchshelfern
Region Grimma Stadtwald Grimma fest in der Hand von Nachwuchshelfern
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16:27 01.09.2019
Am DRK-Stand stellen die Übungsteilnehmer ihr Können und Wissen beim Versorgen von verletzten Personen unter Beweis. Quelle: Frank Schmidt
Grimma

Der Stadtwald von Grimma war am Samstag fest in der Hand des Blaulichtnachwuchses. Etwa 70 Kinder und Jugendliche von Feuerwehr und THW sowie DRK und Wasserwacht haben sich erstmals an einem Blaulichtwettstreit beteiligt. Ziel dieser Übung sei es gewesen, „dass die Jugend der vier ehrenamtlichen Rettungsverbände im lockeren Wettstreit ihr Wissen vertieft“, heiß es in einer vorab veröffentlichen Pressemeldung.

Organisationsübergreifendes Handeln

Und so haben Ronny Granzow von der Freiwilligen Feuerwehr Grimma, Peter Stuhr-Haupt vom THW Grimma, Nils Geldner von der Wasserwacht Ortsgruppe Grimma und Sven Dyniak vom Jugendrotkreuz im DRK des Kreisverbandes Muldental im Vorfeld die Köpfe zusammengesteckt, um ein Konzept für diesen auch Blaulichttag genannten Wettkampftermin zu erarbeiten.

Beim Überwinden eines Seilsteges am einem THW-Stand müssen alle Teilnehmer ein Stück weit Mut beweisen. Quelle: Frank Schmidt

Dabei flossen Übungs- und Ausbildungselemente aus allen vier Rettungsverbänden ein, die auf einem Parcours mit neun Stationen quer durch den Stadtwald zu absolvieren waren. Mit der Besonderheit, dass in den acht Mannschaften ebenfalls Teilnehmer organisationsübergreifend, also aus allen vier Rettungsverbände „wild zusammengewürfelt“ wurden. „Somit können und müssen die Kinder auf das jeweilige Know-how ihrer Hilfsorganisation zurückgreifen, um im Team die Aufgaben zu meistern“, sagte der THW-Mann Peter Stuhr-Haupt.

Im Einsatzfall Hand in Hand arbeiten

Denn: „Ein Floriansjünger ist nicht unbedingt ein Rettungsschwimmer und ein Rettungssanitäter kann kein THW-spezifisches Wissen haben. Aber im Einsatz, beispielsweise bei einer Katastrophe wird in bestimmten Situationen nicht danach gefragt, da muss das Zusammenspiel funktionieren“, fügte der Feuerwehrmann Granzow an. Also mussten die Kids der Wasserwacht ebenso einen Seilsteg überwinden wie ein Floriansjünger die Erstversorgung von Verletzen vorzunehmen hatte - um nur einige Beispiele aus dem Stadtwald-Parcours zu benennen.

Die Bürgerpolizisten Marco Neumann und Anja Kirsten sind auf die Hilfe der Nachwuchshelfer angewiesen, um einer fiktiven tatverdächtigten Person eine Straftat nachzuweisen. Quelle: Frank Schmidt

Zusätzlich waren auch Beamte vom Revier Grimma vor Ort, die ebenfalls den Nachwuchsrettern eine knifflige Aufgabe zu stellen wussten. Polizeihauptkommissarin Anja Kirsten und Polizeihauptmeister Marco Neumann beauftragten die Wettkampfteilnehmer auszuschwärmen, um einem fiktiven Tatort nach Kleidungsstücken und Diebesgut abzusuchen, respektive Beweismittel zusichern.

Nachwuchs weiß warum er mitmacht

„Ja, ich bin eine Wasserratte“, gestand Luise Eibeck ein, weshalb sie gerne bei der Wasserwacht dabei ist. „Und diese Übung heute macht mir einfach nur Spaß“, fügte die Zehnjährige an. Der 16-jährige Richard Ambrosius hatte „schon immer das Bedürfnis, anderen Menschen helfen zu wollen“, wie er versicherte, weshalb der Teenager seit zehn Jahren in der Jugendfeuerwehr aktiv ist. Für Lara Wirth vom Jugendrotkreuz war klar, dass sich alle anderen persönlichen Interessen und privaten Termine diesem Übungstermin unterzuordnen haben, „weil das für mich eine neue Erfahrung ist und ich mein theoretisches Wissen mal praktisch anwenden kann“, sagte die 13-Jährige. Tarja Müller vom THW fasste ihren Eindruck der Übung zunächst mit nur vier Worten zusammen. „Es ist einfach toll“. Und, so fügte die 14-Jährige dann doch noch an, „man lernt auch viel Neues aus den anderen Hilfsorganisationen.“

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Borsdorf übernehmen die Versorgung der Übungsteilnehmer mit einem Schlag aus der Feldküche. Quelle: Frank Schmidt

Übrigens, die Versorgung aller an der Übung Beteiligten übernahmen mit einem kräftigen Schlag aus der Feldküche Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Borsdorf. Und Landrat Henry Graichen bilanzierte, „dass es den Ausbildern gelungen ist, Kinder- und Jugendliche aus den vier Hilfsorganisationen zusammenzuführen, um vorbehaltlos im Team arbeiten zu können.“

Von Frank Schmidt

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