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Grimma Brexit und ungünstiger Wechselkurs: Immer weniger Briten in Colditz
Region Grimma Brexit und ungünstiger Wechselkurs: Immer weniger Briten in Colditz
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11:03 14.08.2019
Der vor Jahren von einem britischen Fernsehteam nachgebaute Colditz-Gleiter steht bei Touristen besonders hoch im Kurs. Quelle: Gerhard Weber
Colditz

Der Brexit hält nach wie vor die politisch Verantwortlichen in London, Brüssel und den europäischen Hauptstädten in Atem. Noch immer ist nicht absehbar, in welcher Form sich Großbritannien vom Kontinent lösen wird, nachdem die Briten am 23. Juni 2016 im Rahmen einer Volksbefragung mit knapper Mehrheit für ein Ausscheiden ihres Landes aus der Europäischen Union votiert hatten.

Mit besonderem Interesse schaut man auch beim Verein Gesellschaft Schloss Colditz auf die Entwicklungen und politischen Winkelzüge jenseits und die Reaktionen darauf diesseits des Ärmelkanals. Denn das Hin und Her im großen Polit-Poker hat auch Auswirkungen auf die Zahl der Besucher aus dem Vereinigten Königreich auf dem Colditzer Schloss. Und zwar solche negativer Art.

Fünf Prozent der jährlichen Gesamtbesucherzahl

Wir hatten bereits im vergangenen Jahr rund 1500 weniger britische Gäste als in Zeiten vor der Brexitentscheidung zu verzeichnen, und nach Lage der Dinge wird sich der Besucherschwund von der Insel auch in diesem Jahr auf diesem Niveau bewegen“, so die Geschäftsführerin der Gesellschaft Schloss Colditz, Cornelia Kasten. „Dies sind bei einer jährlichen Gesamtbesucherzahl von rund 30.000 immerhin fünf Prozent“, so Kasten, der zufolge schwerpunktmäßig die Gruppen- und weniger die Individualreisen von den Brexitwirren betroffen seien.

„Möglich, dass dabei auch das schwache Pfund und die damit verbundene Verteuerung von Auslandsreisen für die Briten eine Rolle spielt, es scheint aber auf jeden Fall so zu sein, dass jene aufgrund der mit dem Brexit verbundenen politischen Unsicherheiten ihr Geld zusammenzuhalten versuchen“, so die Schlossgesellschafts-Geschäftsführerin. „Wir sind jedenfalls auch in diesem Jahr mit einigen Stornierungen von Gruppenreisen aus Großbritannien konfrontiert worden, weil die Reiseunternehmer die jeweiligen Gruppen nicht voll bekommen haben.“

Fluchtversuche stehen hoch im Kurs

Das Colditzer Schloss erfreut sich deshalb bei historisch interessierten Briten einer solch großen Beliebtheit, weil in seinen Mauern während des Zweiten Weltkrieges das Offizierslager (Oflag) IVc für kriegsgefangene alliierte Offiziere untergebracht war. In die Geschichte ein ging dieses unter anderem aufgrund einer Vielzahl von zum Teil spektakulärer Ausbruchsversuche wie etwa mit dem von Kriegsgefangenen konstruierten Segelflugzeug namens „Colditz-Glider“. Heute erfährt der Schlossbesucher im Rahmen einer Dauerausstellung Wissenwertes schwerpunktmäßig über diesen Aspekt der 1000-jährigen Geschichte des Renaissanceensembles, das zudem eine Jugendherberge beherbergt.

Von Roger Dietze

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