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Grimma Buch über Handy-Fotografie polarisiert die Nutzer
Region Grimma Buch über Handy-Fotografie polarisiert die Nutzer
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16:42 02.02.2019
Die Grimmaer Fotografin Jana Mänz hat ein Buch über die Möglichkeiten der Handy-Fotografie geschrieben. Quelle: Roger Dietze
Grimma

Das Smartphone hat sich zum untrennbaren Begleiter des Menschen entwickelt. Vor allem der Möglichkeit wegen, rund um die Uhr im Internet und den sozialen Medien unterwegs sein zu können. Die in allen modernen Mobiltelefonen enthaltene Kamerafunktion wird von den meisten Nutzern in der Regel als ein willkommenes Beiwerk betrachtet.

Doch bei mit Brennweiten, Verschlusszeiten und dem gezielten Einsatz der Tiefenschärfe hantierenden Fotografen ist sie im besten Fall Auslöser eines Stirnrunzelns. Dass nun ausgerechnet ein Mitglied dieser Zunft die fotografischen Potenziale der Smartphone-Kamera in einem Buch thematisiert, hat für einige Aufregung gesorgt.

Meinungen zum Buch gehen weit auseinander

„Ich habe nicht mit einer solchen Polarisierung gerechnet“, erzählt die Wahl-Grimmaerin Jana Mänz, aus deren Feder das Buch „Naturfotografie mit dem Smartphone“ stammt. „Zum Teil bin ich regelrecht beschimpft worden, während andere die Auffassung vertreten, dass ich mit dem Thema am Puls der Zeit wäre.“ Es ist kein herkömmliches Buch in dem Sinne, dass es in gedruckter Form im Buchhandel erhältlich wäre. Vielmehr ist die gebürtige Halberstädterin, die seit acht Jahren selbstständig ist und zuvor gut zehn Jahre lang als Multimedia-Redakteurin in einem Schulbuchverlag tätig war, gerade dabei, ihr Projekt via Internet über ein so genanntes Crowdfunding zu realisieren.

Druck der ersten Ausgaben über Crowdfunding finanziert

Dessen Kern ist es, Menschen für ein bestimmtes Projektes zu begeistern und sie mittels eines Geldbeitrages zu dessen Umsetzung zu bewegen. „Ich habe diesen Weg zum ersten Mal beschritten und war begeistert davon, wie viele Menschen innerhalb kürzester Zeit positiv reagiert haben“, so die 42-Jährige. Ihre erste Crowdfunding-Aktion hat den Druck und die Auslieferung ihres neuen Buches an die ersten Unterstützer ermöglicht.

„Mit einer aktuell laufenden zweiten Aktion strebe ich die Mittel für ein professionelles Lektorat und die Erhöhung der Druckauflage an“, so Jana Mänz, die auf verschiedenen beruflichen Standbeinen rund um das Thema Fotografie steht und unter anderem Fotokurse für jedermann in der Natur anbietet. „Gleich ob die Kursteilnehmer mit dem Smartphone oder einer einfachen Kompaktkamera kommen, für gute Bilder bedarf es nicht in jedem Fall einer superteuren Fotoausrüstung“, ist Jana Mänz überzeugt. Diese Überzeugung und ihre Erfahrungen hat die studierte Geografin in 98 aufeinander aufbauende Kapitel einfließen lassen, was ein problemloses Querlesen der Inhalte ermöglicht.

Entscheidend sind immer die Fähigkeiten des Fotografen

Auslösendes Moment für Jana Mänz’ Beschäftigung mit dem Thema Smartphone und Fotografie war nach eigener Aussage die Fülle schlechter Fotos beim Onlinedienst Instagram. „Dabei ist jedoch nicht das Smartphone die Ursache, sondern vielmehr der wenig geschulte Umgang mit der Handy-Kameratechnik“, so die 42-Jährige, die sich hinsichtlich der Welle an Kritik an ihrem Projekt ein dickes Fell zugelegt hat. „Ich stehe als Berufsfotografin dazu, dass das Smartphone eine gute Alternative zur Spiegelreflexkamera ist. Denn am Ende ist immer noch mitentscheidend für den fotografischen Erfolg, über welche Fähigkeiten der Mann beziehungsweise die Frau hinter der Kamera verfügt.“

Von Roger Dietze

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