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Grimma Buchstabendreher: Grimma muss Tausende Wahlscheine neu drucken lassen
Region Grimma Buchstabendreher: Grimma muss Tausende Wahlscheine neu drucken lassen
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17:06 15.05.2019
Für die Wähler in Grimma tickt die Uhr. Die Stadt muss wegen eines Fehlers neue Wahlscheine drucken lassen. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Die Stadt Grimma muss Tausende Wahlscheine neu drucken lassen. Ein Buchstabendreher im Nachnamen eines Kandidaten hätte die Gültigkeit der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in der Muldestadt kippen können. Hier bewerben sich Kandidaten von acht Parteien und politischen Vereinigungen um die 26 Sitze im Stadtrat. 23750 Grimmaer können über die Neubesetzung des Gremiums abstimmen.

Abstimmung mit Rechtsaufsicht: Wahlschein muss fehlerfrei sein

Wie Gemeindewahlausschussvorsitzende Kerstin Ulbricht und die Wahlbehörde am Mittwoch mitteilten, schlich sich trotz wochenlanger intensiver Vorbereitung ein Druckfehler in einer der 28 Wahllisten mit insgesamt 230 Kandidaten ein. „Wie uns allen schmerzvoll bekannt ist, steckt der Teufel oft im Detail. Glücklicherweise sind wir darauf noch vor der am 26.5.2019 stattfindenden Wahl aufmerksam gemacht worden. Es handelt sich dabei um den grünen Stimmzettel der Stadtratswahl“, sagt Kerstin Ulbricht.

Derzeit keine Briefwahl in Grimma möglich

Nach Abstimmung mit der Rechtsaufsicht, der Landesdirektion Sachsen und des Sächsischen Staatsministerium des Innern ist die Kommune jetzt angehalten, neue fehlerfreie Stimmzettel für die Stadtratswahl zur Verfügung zu stellen. Eigenen Angaben zufolge ist der Auftrag in der Druckerei bereits ausgelöst. Die Kommune rechnet damit, dass bereits am Freitag die korrigierten Stimmzettel zur Verfügung stehen. „Bis dahin kann keine Briefwahl (Kommunalwahl) erfolgen“, so Martina Lehnigk, Leiterin der Wahlbehörde.

2000 Grimmaer Stimmen ungültig

Für alle, die bereits per Briefwahl über das neue Parlament im Grimmaer Ratssaal abgestimmt haben, heißt es zurück auf Anfang. Denn die bisher ausgefüllten Wahlscheine und versandten Wahlunterlagen für die Stadtratswahl sind aus rechtlichen Gründen ungültig. „Wir bedauern dies außerordentlich und möchten uns ausdrücklich bei den Wählerinnen und Wählern entschuldigen. Wir bitten die Wählerinnen und Wähler unbedingt ihr Wahlrecht wahrzunehmen“, waren sich die Mitglieder des Wahlausschusses und die Wahlbehörde einig.

Nach Eintreffen der neuen Wahlscheine wird die Kommune die bislang rund 2000 Briefwähler anschreiben und die dann gültigen Dokumente zuschicken. In einem Begleitschreiben entschuldigt sich der Gemeindewahlausschuss und bittet die Betroffenen, erneut die Kreuze zu setzen.

Von Frank Schmidt

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