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Grimma Schwerer Unfall bei Grimma – Frau eingeklemmt
Region Grimma Schwerer Unfall bei Grimma – Frau eingeklemmt
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17:02 28.05.2019
Auf der B107 zwischen Grimma und Wurzen ist nahe der Stadt Trebsen ein Bus mit einem Pkw kollidiert, bei dem die Pkw-Fahrerin schwer verletzt in ein Krankenhaus geflogen werden musste, und auch der Busfahrer mit einem Schock in eine Klinik gebracht wurde. Quelle: Frank Schmidt
Grimma

Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Dienstagvormittag auf der B107 bei Trebsen ereignet. Dabei ist eine 58-jährige Pkw-Fahrerin schwer verletzt und in eine Klinik gebracht worden, wo sie intensivmedizinisch betreut wird. Der 75-jährige Busfahrer blieb körperlich unversehrt, wurde aber mit Schock ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Da der Bus eine Leerfahrt hatte, gab es keine weiteren verletzten Personen.

Der Bus ist von der Autobahn 14 kommend auf die B107 in Richtung Trebsen aufgefahren und habe von da an eine „auffällige Fahrweise“ gezeigt, erzählte ein Zeuge vor Ort, der mit seinem Auto dem Bus von der Autobahn bis zum Unfallort gefolgt war. Dass der Bus in der Unfallkurve zwar nicht besonders schnell, wohl aber zunehmend Schlängellinie gefahren sei, wird von Maria Braunsdorf in der Polizeidirektion Leipzig auf LVZ-Nachfrage bestätigt.

Das ist dem entgegenkommenden Kleinwagen zum Verhängnis geworden, die schwere Kollision war unvermeidbar. Der Pkw wurde daraufhin in den tiefer gelegenen Straßengraben geschleudert, wo er sich überschlug.

Die Strecke musste für die Rettungs- und Räumungsarbeiten voll gesperrt werden

Indes fuhr der Bus noch etwa 150 Meter weiter, und wie ein Zeuge beobachtete, „rutschte relativ sachte nach rechts in den Seitengraben“, wo er in Schieflage zum Stillstand kam. Auffallend sei gewesen, dass laut besagtem Zeugen augenscheinlich keine Bremstätigkeit am Bus erkennbar gewesen sei. Auch die Bremslichter seien dunkel geblieben. Ein beim Busfahrer sofort durchgeführter Test auf Drogen und Alkohol sei negativ gewesen, sagte Braunsdorf. Zur Unfallursache dauern die Ermittlungen noch an.

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Grimma und Trebsen wurden zur technischen Hilfeleistung angefordert. Schwerpunkt ihrer Arbeit war, die in ihrem Wagen eingeklemmte Frau aus dem Wrack zu befreien, um sie in notmedizinische Obhut geben zu können. Für ihren Abtransport in eine Klinik stand ein Rettungshubschrauber bereit. Doch laut Braunsdorf hätten die Rettungskräfte empfohlen, die Frau aufgrund ihres kritischen Zustands nicht im Hubschrauber zu befördern. „In einem Rettungswagen können wir bei plötzlichen Komplikationen eingreifen, was im Hubschrauber nicht möglich ist“, erklärte einer der Rettungskräfte.

Durch den Unfall war die B107 als wichtige Nord-Südverbindung zwischen Wurzen und Grimma bis in die späten Nachmittagstunden voll gesperrt. Der Verkehr musste weiträumig umgeleitet werden. An beiden Fahrzeugen sei laut Polizei ein Sachschaden von etwa 20 000 Euro entstanden.

Die Feuerwehr Grimma hatte erst vor wenigen Tagen den Einsatz bei Busunfällen trainiert.

Von Frank Schmidt

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