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Grimma Crossover-Festival mit neuen Lebenswelten
Region Grimma Crossover-Festival mit neuen Lebenswelten
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09:51 03.09.2018
Jugendkultur im Zeichen der Liebe: Das Container-Café im Dorf der Jugend erfreute sich auch während des diesjährigen Crossover-Festivals einer guten Resonanz Quelle: Roger Dietze
Grimma

Zu späterer Stunde wurde es richtig laut: „Egotronic”, „Ladies Homejournal” und „Baby Of The Bunch” sorgten am Sonnabendabend für den akustischen Höhepunkt des 13. Crossover-Festivals, das zum wiederholten Mal in der unweit des Grimmaer Muldeufers gelegenen Alten Spitzenfabrik über die Bühne ging.

Skatepark eingeweiht

Obgleich die bautechnischen Fortschritte an der Industriebrache im Rahmen des Projektes „Dorf der Jugend“ nur in kleinen Schritten erkennbar sind, konnten die Gäste dem Veranstaltungsort einiges abgewinnen. „Die Location hat sehr viel Charme“, meinte etwa der 19-jährige Leipziger Lenhart, der eigens sein Skateboard von der Pleiße mit an die Mulde gebracht hatte. Er hatte erfahren, dass an der Rückseite des Gebäudekomplexes pünktlich vor dem Wochenende ein neuer Parcours für BMX-, Scooter- und Skateboard-Piloten aus Teilen der einst im sogenannten Teletubbyland beheimateten Anlage errichtet worden war, die nun eröffnet wurde.

Crossover-Festival zeigt neue Lebenswelten

Neben sportlichen und akustischen Angeboten standen auch im Rahmen des diesjährigen von Jugendlichen für Jugendliche auf die Beine gestellten alternativen Festivals jede Menge Workshops auf dem Programm. So zu den Themen Siebdruck, Henna, Ernährung/Übergewicht sowie Upcycling, sprich dem Wiederverwerten von Abfallprodukten. Die Veranstaltung lief unter dem Motto „Lebenswelten Outta Space”, wobei „Outta Space“, respektive „Out of Space“, laut der Hauptorganisatorin Johanna Bahr dafür steht, dass im Dorf der Jugend im Allgemeinen und beim Crossover-Festival im Besonderen „Raum geschaffen werden soll für all jenes und all jene Dinge, die sonst keinen Raum finden“.

Festival will Meinungsvielfalt ein Forum geben

„Sprich wir wollen in diesem Projekt und an diesem Ort Subkulturen zusammenführen und der Meinungsvielfalt ein Forum geben“, so die 18-Jährige, der ein rund 30-köpfiges Helferteam bei den Vorbereitungen für das Festival zur Seite stand. Diesem gehörte unter anderem die St.-Augustin-Gymnasiastin Charlotte an. „Wir sind im Rahmen des Schulprojektes ‚Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage’ auf das Festival und die Möglichkeit, dieses aktiv begleiten zu können, angesprochen worden. Und da die beiden Geschichten gut zusammen passen, haben wir zugesagt“, so die 16-jährige Pennälerin.

Veranstaltungsraum noch nicht nutzbar

Nach der großen Party kehrt spätestens am Montag im Dorf der Jugend wieder der Alltag ein, und mit diesem stellt sich die Frage, wie es im von den „Dorfbewohnern“ herbeigesehnten Veranstaltungsraum weitergeht. Selbiger ist noch immer nicht nutzbar, weil laut Projektleiter Tobias Burdukat die Blitzschutzanlage erneuert werden und die Mitnetz GmbH einen neuen Stromanschluss legen muss. „Der Raum ist bis auf das Elektronische und die für den Brandschutz relevanten Installationen fertig, aber die mit diesen beiden Aspekten verbundenen Kosten entziehen sich leider den Möglichkeiten unseres Fördervereins für Jugendkultur und Zwischenmenschlichkeit“, sagte er.

Von Roger Dietze

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