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Grimma Deutlicher Bauverzug auf der Ortsdurchfahrt
Region Grimma Deutlicher Bauverzug auf der Ortsdurchfahrt
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00:21 18.06.2018
Verzögert sich: Straßenbau Ammelshain - hier Blick auf die Baustelle aus Richtung Klinga. Quelle: Andreas Döring
Naunhof/Ammelshain

Deutlich später, als in Ammelshain erhofft, wird der erste Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt freigegeben und der zweite begonnen. Das ergab eine Anfrage an das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Die Behörde geht aber weiter davon aus, das gesamte Vorhaben fristgerecht bis November abschließen zu können.

Vorigen Monat hieß es noch, im Juni würde mit dem zweiten Teilbereich von der Einmündung der Hauptstraße bis kurz vor die Bahnlinie begonnen. Jetzt teilte Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert mit, dort könne erst im August losgelegt werden. Bis dahin würde am ersten Abschnitt zwischen Autobahnanschlussstelle Klinga und Hauptstraße gearbeitet.

Ortsvorsteher ist entsetzt – Oldtimertreffen in Gefahr

Ortsvorsteher Lutz Kadyk (Wählervereinigung Ammelshain) ist entsetzt. Er hat das Datum des Oldtimertreffens am zweiten Augustwochenende vor Augen, das auf dem Sportplatz laufen soll, der von der Außenwelt abgeschnitten wäre, sollte bis dahin der erste Abschnitt der Polenzer Straße nicht befahrbar sein. „Es kommen Leute aus ganz Deutschland mit ihren Fahrzeugen. Schon vor über einem Jahr wurden Verträge mit Musikgruppen geschlossen“, erklärt er. „Die Veranstaltung kann man nicht mehr absagen.“

Mehr Belastungen für Anwohner

Sauer ist er außerdem, weil jede zeitliche Verlängerung mehr Belastungen für Einwohner und Unternehmen mit sich bringe. Allein mit seinem Abschlepp- und Bergedienst fahre er täglich 100 Kilometer Umweg. „Jeder hat Verständnis, dass etwas gebaut werden muss. Aber solche Verzögerungen sind nicht einzusehen“, schimpft er. „Wir reden permanent von Natur und Umwelt, aber hier pusten wir so viel Diesel und Benzin zusätzlich in die Luft. Unverständlich!“

Laut Isabel Siebert wird derzeit intensiv und parallel in mehreren Bereichen der Staatsstraße 45 gearbeitet. Durch den Auftragnehmer erfolge der Aushub und der Einbau der ungebundenen Tragschichten. „Das Setzen der Bordsteine und die Herstellung der Entwässerung ist bis Ende Juni geplant und zwingende Voraussetzung für den weiteren Straßenbau“, ließ sie wissen.

Landesamt für Straßenbau: Erste Freigabe im August

Anfang Juli soll nach ihren Worten der Asphalt aufgetragen werden. Im August könne das erste Teilstück für Busse und Anwohner freigegeben werden, auch wenn hinterher noch der Gehweg fertiggestellt werden muss. Erst nach dieser Verkehrsfreigabe werde der zweite Abschnitt angegangen.

Insgesamt erfolgt der grundlegende Ausbau, der im September vergangenen Jahres begonnen hat und ungefähr zwei Millionen Euro verschlingt, auf rund 500 Metern. Bis zur endgültigen Fertigstellung bleibt die weiträumige Umleitung für den Durchgangsverkehr bestehen.

Von Frank Pfeifer

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