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Grimma Die Böhlsche Wiesen eignen sich ideal für den Reitsport
Region Grimma Die Böhlsche Wiesen eignen sich ideal für den Reitsport
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00:21 12.01.2018
Die Böhlschen Wiesen bieten ideale Bedingungen für Reiter und das Kinderreitfest. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Wachen Auges verfolgt der Kinderreitfest-Verein die Bemühungen des Reit- und Fahrvereins Grimma, sein Domizil in der Bahrener Straße zu kaufen und dann als Eigentümer Schritt für Schritt zu sanieren. Wie berichtet, will der Reitverein damit einen privaten Interessenten für das Ex-Rittergut, dessen Pläne seine Existenzgrundlage untergraben könnten, aus dem Feld schlagen. Er sehe es positiv, wenn der Partnerverein die Immobilie in eigene Hände nimmt, sagt der Vorstandsvize des Kinderreitfest-Vereins, Mario Rost (46). Der Grimmaer, dessen Herz seit dem sechsten Lebensjahr für das Reiten schlägt, war in seiner Kinder- und Jugendzeit Mitglied der Sektion Pferdesport der BSG Einheit Grimma, aus der der Reitverein hervorging.

In die Debatte mischte sich zuletzt die Frage nach den Böhlschen Wiesen am Muldenufer, die als Turnierplatz dienen und auf denen auch das Kinderreitfest über die Bühne geht. Sie sollen aus dem Pachtvertrag zwischen Stadt und Reitverein herausgelöst werden und den Pferdesportlern frei zur Verfügung stehen. Für Rost ein Schritt in die richtige Richtung. „Wenn alle den Platz vernünftig nutzen und sich am Erhalt beteiligen, ist das eine super Sache. Jeder Pferdesportler sollte dort gern gesehen sein“, beschwört er das Miteinander. Denn für Rost steht fest: „Einen besseren Platz kann man nicht bekommen.“ Er biete nicht nur ein schönes Ambiente und habe eine gute Anbindung. Er verfüge auch über einen Wall und ein stehendes Gewässer. Etwas abgelegen „haben wir eine herrliche grüne Lunge für den Vielseitigkeitssport“.

Rost wünscht sich, dass die Reitsportvereine der Region noch enger zusammen rücken. Sie müssten sich künftig viel mehr gegenseitig unterstützen. Denn in der Gemeinschaft seien die Ziele besser zu verwirklichen, ist seine Botschaft für das neue Jahr. Und die Ziele liegen für den 46-Jährigen auf der Hand: Den Pferdesport in der Region auf ein gutes Niveau bringen, den Reitnachwuchs fördern und gut ausbilden, Menschen jeden Geldbeutels das Reiten ermöglichen. Grimma habe zum Beispiel eine große Tradition bei der aus Dressur, Springen und Geländereiten bestehenden Vielseitigkeit, weiß Rost. Beim alljährlichen Kinderreitfest hält sie sein Verein wach.

Für die achte Auflage des Festes beginnen jetzt die Vorbereitungen. Zur Leipziger MessePartner Pferd“ vom 18. bis 21. Januar wird am Stand des Landesverbandes Pferdesport der druckfrische Flyer ausliegen. Ihn ziert das Foto des erfolgreichen Leisniger Springreiters Michael Kölz, der ein Werbeträger für das Kinderreitfest in Grimma ist. Das findet in diesem Jahr am 8. und 9. September statt und hält auch eine Neuerung bereit. „Wir weiten die Vielseitigkeit für Starter bis 21 Jahre aus“, informiert Rost. Damit werde am Saisonende jungen Reitern die Chance gegeben, noch einmal an Sicherheit zu gewinnen. In den anderen sechs Wettkämpfen schwingen sich Vier- bis 18-Jährige in den Sattel.

Im vorigen Jahr hatte es 220 junge Reiter aus ganz Mitteldeutschland auf die Böhlschen Wiesen gezogen, knapp 1000 Zuschauer wohnten dem zweitägigen Turnier mit Rahmenprogramm bei. Veranstalter des Kinderreitfestes ist die Stadt Grimma. Rost rannte seinerzeit offene Türen ein, als er mit seiner Idee auf Amtsleiterin Jana Kutscher zuging, die seit 2010 als Schirmherrin agiert und mit ihrem Team wertvolle Unterstützung gibt. Der zwölfköpfige Förderverein mit Peter Richter an der Spitze kümmert sich um die Finanzierung und Organisation des weit und breit beispiellosen Familienfestes. Reichlich 10 000 Euro werden benötigt, 90 Prozent sind mit Hilfe von Sponsoren abzudecken. „Viele freiwillige Helfer, Geldgeber, die Kameraden der Feuerwehr und andere Vereine machen das Fest zu einem tollen Familienevent“, freut sich der Vorstandsvize.

Von Frank Prenzel

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