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Grimma Diskussion über „Arbeit und Geschlecht“ im Rathaus Grimma
Region Grimma Diskussion über „Arbeit und Geschlecht“ im Rathaus Grimma
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19:00 31.03.2019
Ums Thema „Arbeit und Geschlecht“ ging es am Sonnabend im Grimmaer Rathaus. Quelle: Team Lux 19
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Grimma

Um die Frauenarbeit es ging es am Sonnabend im Grimmaer Rathaussaal. Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) und Schirmherrin Petra Köpping (SPD), die sächsische Integrationsministerin, gaben den Startschuss zum Projekt LUX 19.

Dabei handelt es sich um ein Projekt, innerhalb dessen sich Künstlerinnen mit dem Thema Arbeit und Geschlecht beschäftigen. Diskutiert wurde so wie im Londoner Unterhaus, so dass Befürworter wie Vertreter von Gegenpositionen zu Wort kamen.

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Grimmaer Projekt ein Jahr lang vorbereitet

Das Projekt geht auf die Künstlerin Beate Körner und die Historikerin Yvonne Kalinna zurück, die es gemeinsam mit der Künstlerinnenvereinigung Gedok entwickelten. Es gilt in dieser Form als einmalig in der Region. Yvonne Kalinna: „Wir haben das Projekt ein Jahr lang vorbereitet.“ Dabei sollte sich jede Künstlerin mit einer eigenen Skizze einbringen. Etwa 70 Interessenten waren gekommen.

Beate Körner und Yvonne Kalinna (rechts). Quelle: Team Lux 19

Verschiedene Lager in Grimma

Bei der Frage, ob eine Frauenquote zu mehr Gleichberechtigung führen würde, spalteten sich die Teilnehmer in verschiedene Lager. Während überwiegend jüngere Leute für eine Quote waren, kam der Gegenwind besonders von den älteren Teilnehmern. Die sahen darin die Gefahr, dass die Gesellschaft durch eine Quote gespalten würde, sich an der Situation aber nichts ändere. Immer wieder wechselten die Teilnehmer, je nach Redebeitrag, ihre Seiten.

Grimmaer Unternehmer arbeitet lieber mit Frauen

Zu den Teilnehmern gehörte auch Georg von Nessler. Er bedauerte, dass nicht mehr Verantwortliche aus Grimma gekommen waren. Der Unternehmer weiter: „Ich persönlich arbeite lieber mit Frauen, weil sie interdisziplinärer denken können als Männer. Das eigentliche Problem sind die alten Männer in den Konzernen und Institutionen. Sie geben Macht nicht gerne ab.“

Von Grimma nach Leipzig

Die Initiatorinnen Beate Körner und Yvonne Kalinna zeigten sich mit ihrem Kunstexperiment zufrieden. Die Diskussion soll nach dem Auftakt in Grimma im Juni in Leipzig weitergeführt werden.

Von Detlef Rohde

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