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Grimma Dokumentation in Colditz zeigt Barrieren und Freiheit für Rollifahrer
Region Grimma Dokumentation in Colditz zeigt Barrieren und Freiheit für Rollifahrer
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13:05 04.09.2019
Viele Rollstuhlfahrer kamen zur Eröffnung der Fotoschau nach Colditz. Quelle: Thomas Kube
Colditz

Eine Foto-Wanderausstellung der Interessenvereinigung Körperbehinderte (IVK) im Muldental zeigt Barrieren und Freiheit im Alltag. Sie wurde jetzt in der Europa-Jugendherberge im Schloß Colditz im Beisein von Bürgermeister Robert Zillmann (parteilos) eröffnet.

Defekter Fahrstuhl bremst Akteure der Schau aus

Wie wichtig das Thema tatsächlich ist, wurde bereits einige Tage zuvor im Schloß Colditz ersichtlich. Zum Aufbau der Ausstellung und Aufhängen der Bilder war der Fahrstuhl der Herberge defekt und Treppensteigen angesagt – die eigentlichen Hauptdarsteller der Fotoschau also regelrecht ausgesperrt. Natürlich hat die Interessenvereinigung Freunde, Helfer und Betreuer, womit das Vorhaben doch realisiert werden konnte.

„Allein an diesem praktischen und leider auch alltäglichen Beispiel können sie erkennen, warum es für uns Betroffenen so elementar wichtig ist, dass wir in einer barrierefreien Welt leben“, sagte IVK-Vorsitzender Jörg Schirdewahn (re.) bei seiner Eröffnungsansprache. „Und es ist auch wichtig, dass wir mit unseren Sorgen und Wünschen immer wieder ins Bewusstsein wichtiger Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft gelangen.“

Fotoschau zeigt die Hindernisse für Behinderte in den Städten

Seit der Vereinsgründung im Jahr 1990 setzt sich die IVK für Menschen mit Behinderung ein und hat dabei auch im Landkreis ein gewisses Mitspracherecht. Doch Sitzungen und Gesprächsrunden sind das eine, eine andere Variante sind öffentliche Präsentationen. Deshalb entstand 2017 der Gedanke einer Foto-Wanderausstellung die bildlich darstellt, wo in unseren Städten im Landkreis noch große Hindernisse für Rollstuhlfahrer bestehen. Andererseits gibt es auch viele ermutigende Beispiele, wo Barrierefreiheit bereits vorbildlich umgesetzt wurde. Gemeinsam mit dem Grimmaer Fotografen Thomas Kube wurden in den letzten zwei Jahren mehrere Fototouren durchgeführt. Die dabei entstandenen Dokumentationsfotos sind in der Ausstellung zu sehen, ergänzt durch Fotos vom Muldentaler Assistenzverein. Letztere zeigen hingegen das gemeinsame Beisammensein von Körperbehinderten mit ihren Betreuern und geben so Einblicke anderer Art.

Jugendherberge Colditz bietet der Schau großes Publikum

Marion Gleffe, die stellvertretende Leiterin der Jugendherberge, bekräftigte als Gastgeberin die Bedeutung auch solcher sozialkritischen Fotos in ihrem öffentlichen Haus. „Wir freuen uns zwar prinzipiell über Jeden, der in unseren Fluren seine Kunst an den Wänden präsentieren will, aber diese Ausstellung sollte die Betrachter doch etwas mehr zum Nachdenken anregen. Denn wir Menschen ohne jegliche Behinderungen sehen die Barrieren oft gar nicht, die für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer schnell ein Problem darstellen. Und da wir natürlich ein überwiegend jugendliches Publikum im Haus haben, werden auch diese schon mit der Problematik vertraut gemacht, die jeden von uns plötzlich treffen kann.“

Colditz modernisiert Rathaus und baut Aufzug an

Bürgermeister Robert Zillmann konnte erkennen, dass es auch in seiner Stadt noch Barrieren zu beseitigen gibt. Er gesteht, dass der Fokus auf Barrierfreiheit noch zu häufig in Vergessenheit gerät, betont aber, dass die neue Bauamtsleiterin diesbezüglich geschult und qualifiziert ist. So wird das Colditzer Rathaus, wenn es fertig modernisiert ist, einen Außenaufzug haben.Selbiges wird auch an der Schule passieren – womit die gewünschte Barrierefreiheit dann gewährleistet ist. „Es ist ja nicht nur ein Problem für uns Rollstuhlfahrer“, betont Schirdewahn. „Auch Rollatornutzer, sehgeschädigte und blinde Personen und Eltern mit ihren Sprösslingen im Kinderwagen stehen häufig vor den gleichen Zugangsproblemen wie wir.“

Verein lehnt sich gegen neues Gesetz auf

Abschließend ergriff noch Jens Merkel, der Vorsitzende vom Muldentaler Assistenzverein (2.v.li.), das Wort: „Derzeit ist das neue Intensivpflege-Stärkungsgesetz der Bundesregierung im Gespräch. Behindertenverbände und Pflegeeinrichtungen machen mobil gegen den Gesetzentwurf. Für sie ist das ein Versuch, die etwa 50.000 Betroffenen in Deutschland durch die Hintertür zum Umzug ins Pflegeheim zu zwingen. Viele behinderte Menschen würden gegen ihren Willen in vollstationäre Heime verbracht. Der Protest gegen diesen Gesetzentwurf nimmt zu. Die Online-Petition Stoppt das Reha- und Intensivpflege-Schwächungsgesetz bei change.org unterschrieben bislang mehr als 87.000 Menschen“, so Merkel.

Von LVZ

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