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Grimma Ehemalige Thomaner wandeln in der Kirche Klinga durch deutschen Liederwald
Region Grimma Ehemalige Thomaner wandeln in der Kirche Klinga durch deutschen Liederwald
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14:41 27.08.2017
Fimmadur: Das ist pure Freude am gemeinsamen Musizieren, die auch das Publikum in der Klingaer Kirche ansteckte.
Fimmadur: Das ist pure Freude am gemeinsamen Musizieren, die auch das Publikum in der Klingaer Kirche ansteckte. Quelle: Ralf Saupe
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Parthenstein/Klinga

„Vielfältig wie der Wald ist auch unser Programm“, versprach Oskar Didt dem Publikum zu Beginn des Konzerts. Dass er und seine Mitstreiter im Ensemble „Fimmadur“ dieses Versprechen auch einlösen würden, daran zweifelte am Freitagabend kein Besucher in der bis auf die Emporen gefüllten Klingaer Kirche.

„Fimmadur“ – das sind die vier ehemaligen Thomaner Konrad Didt (Tenor), Julius Sattler (Bariton), Oskar Didt (Bariton/Altus) und Johannes Gründel (Bass), deren Quintett durch die Mezzosopranistin Maria Uhlemann seine ganz besondere Note erhält. Bei ihrem dritten Auftritt in Klinga hatten die Sänger ihr Programm „Deutscher Liederwald“ im Gepäck. Darin überraschten sie mit einem bunten Portfolio an Volksliedern aus fünf Jahrhunderten, darunter klassischen und auch modernen Volksweisen. So erklangen unter anderem Werke der Comedian Harmonists, Mendelssohn, David wie auch eigene Kompositionen und Bearbeitungen des Ensembles „Fimmadur“.

„Wir singen, was uns Spaß macht“. Diese Freude am gemeinsamen Musizieren brachten die Sänger sowohl akustisch als auch optisch den Konzertgästen überzeugend nahe, und es dauerte nicht lange, bis der Funke der Begeisterung übersprang. Von „Veronika, der Lenz ist da“ über „Leise zieht durch mein Gemüt“ bis „Da ärschendwo im Auenwald“ oder „Loreley – ein tragisches Spektakel“ lauschte das Publikum voll andächtiger Stille oder konnte gar ein spontanes Lachen nicht zurückhalten.

„Ihr wollt uns wohl gar nicht gehen lassen?“, fragte Konrad Didt, als der Applaus am Ende des Konzerts nicht enden wollte. Und er hatte völlig Recht: Ohne eine weitere Zugabe kamen die Sänger nicht aus der Kirche. In guter Tradition endete das Konzert erst mit weiteren Zugaben unter dem laternenerleuchteten Nachthimmel vor Klingas Dorfkirche. Am Ende zeigten sich alle Beteiligten hoch zufrieden. Als die Gäste mit ihrem Dankeschön-Orgelwein die Heimreise antraten, meinten sie, es wäre richtig schön in Klinga und sie würden wiederkommen.

Den hiesigen Orgelförderverein würde das freuen: Schließlich kommt der Erlös solcher gut besuchten Konzerte der geplanten Restaurierung der Klingaer Barockorgel zugute.

Von Ralf Saupe