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Grimma Ehepaar bei Werkstatt-Brand in Leipnitz nahe Grimma verletzt
Region Grimma Ehepaar bei Werkstatt-Brand in Leipnitz nahe Grimma verletzt
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15:03 24.01.2017
Großeinsatz in Leipnitz: Bei einem Werkstatt-Brand wurden zwei Menschen verletzt. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma/Leipnitz

Das Missgeschick eines 80-jährigen Rentners löste am Dienstag in den Mittagsstunden in Leipnitz bei Grimma einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus. Dem Mann, so ersten Erkenntnissen zufolge, war in der am Wohnhaus angrenzenden Werkstatt Glut aus einem Ofen auf eine Schaumstoffmatte gefallen. Offenkundig von der Situation völlig überfordert, konnte der Rentner nicht mehr schnell genug handeln, das Unheil nahm seinen Lauf und hielt etwa 50 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Thümmlitzwalde, Mutzschen und Grimma mehrere Stunden auf Trab.

Bei einem Werkstatt-Brand in Leipnitz bei Grimma sind am Dienstag zwei Menschen verletzt und mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht worden. Etwa 50 Feuerwehrleute waren bei den Löscharbeiten im Einsatz.

Dicke Rauchschwaden suchten indes den Weg nach draußen, während die Kameraden den Weg nach Innen zum Brandherd trotz Atemschutzmasken zunächst gar nicht finden konnten. Die Werkstatt sei verwinkelt und deshalb nur schwer zugänglich gewesen, was den ersten Löschangriff erschwerte. Außerdem, so schilderte Wehrleiter Michael Grimm die Situation, waren durch den Brand Deckenteile herabgestürzt. Auch deshalb war ein zweiter Löschangriff über die Drehleiter aus Grimma gestartet worden.

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Der Rentner konnte sich mit seiner gleichaltrigen Gattin zwar aus eigener Kraft in Sicherheit bringen. Doch sichtlich gezeichnet vom Geschehen, wurden die Senioren im Freien vom Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) betreut, bis sie der Rettungsdienst übernahm, um sie mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus zu transportieren. Derweil kämpften die Kameraden mit witterungsbedingten Widrigkeiten, konnten aber erfolgreich ein Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude vereiteln. Dafür musste das Löschwasser über teils lange Strecken herangeführt werden, gar mit der latenten Gefahr des Einfrierens der Schläuche. Die Ortsdurchfahrt Leipnitz wurde von der Polizei vorübergehend voll gesperrt. Der entstandene Sachschaden war noch nicht zu beziffern.

Von Frank Schmidt