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Grimma Ehrung für ehemalige Ortschefin von Trebsen
Region Grimma Ehrung für ehemalige Ortschefin von Trebsen
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18:42 07.08.2015
Von Frank Pfeifer
Abschied im Rathaus: Heidemarie Kolbe mit der Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille inmitten von Tony Bechler, Daniel Rudolph, Bernd Colditz , Christian Pfaff, Sven Sedlaczek und Bernd Möbius.
Abschied im Rathaus: Heidemarie Kolbe mit der Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille inmitten von Tony Bechler, Daniel Rudolph, Bernd Colditz , Christian Pfaff, Sven Sedlaczek und Bernd Möbius. Quelle: Volker Killisch
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Trebsen

Sozusagen die Krone für die 25 Jahre, in denen sie die Geschicke der Stadt geleitet hat.

Die jetzigen Chefs aller Ortswehren und der ehemalige Leiter der Seelingstädter Wehr, Bernd Möbius, hatten sich eingefunden, um ihr noch einmal die Ehre zu erweisen. Überraschenderweise begleitete sie der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Bernd Colditz. Er war es, der Heidemarie Kolbe die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille anheftete als Würdigung ihrer hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens. "Ich war völlig überrascht", gesteht die 66-Jährige, deren Amtszeit bis Ende Juli währte. Und sie war gerührt, denn in diesem Moment erhoben sich alle Stadträte von ihren Plätzen.

Vorgeschlagen hatten die Ehrung die Wehrleiter von Trebsen (Daniel Rudolph), Altenhain (Sven Sedlaczek), Seelingstädt (Tony Bechler) und Neichen (Christian Pfaff). Gesamtwehrleiter Pfaff: "Sie kümmerte sich sehr um unsere Belange. Auftretende Probleme löste sie relativ unkompliziert, schnell und für beide Seiten positiv." Kolbe habe die Dienste der Wehr und ihre Veranstaltungen besucht, sie sei bei jedem größeren Einsatz am Ort des Geschehens gewesen. "Die jetzigen Wehrleiter sind gut mit ihr ausgekommen", versichert Pfaff.

Gleich zu Beginn der Verabschiedung übergab Kolbe die Rathausschlüssel offiziell an ihren Nachfolger, Stefan Müller (CDU). Er hat nur lobende Worte für seine Amtsvorgängerin: "Sie stellte ihre Tätigkeit ganz in den Dienst der Stadt. Dass sie über so lange Zeit wiedergewählt wurde, zeigt, wie beliebt sie in der Stadt war und ist. Das war nur möglich, weil sie eine solide Arbeit geleistet hat."

Müller hofft, weiter in Verbindung mit Kolbe bleiben zu können, die schwer an Krebs erkrankt ist und deren Geschäfte er schon ein Jahr lang als ihr Stellvertreter geführt hatte. "Es ist mir wichtig, dass ich mich an sie wenden kann, wenn ich die Notwendigkeit dafür sehe", sagt er.

In den vergangenen Wochen hatte Kolbe bereits bei Vereinen und Gruppierungen in der Stadt und den Ortsteilen Tschüss gesagt. Den Schlusspunkt sollte, wie sie sagt, die Verabschiedung im Rathaus bilden, wo sie einst als Bürgermeisterin eingezogen war.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.08.2015
Frank Pfeifer