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Grimma Ein Leben lang in Liebe verbunden: Christa und Harry Hartmann feiern Eiserne Hochzeit
Region Grimma Ein Leben lang in Liebe verbunden: Christa und Harry Hartmann feiern Eiserne Hochzeit
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18:03 26.12.2018
Seit mittlerweile 65 Jahren ein Paar: Christa und Harry Hartmann begingen am zweiten Weihnachtsfeiertag ihre Eiserne Hochzeit. Quelle: Roger Dietze
Parthenstein/Großsteinberg

Als sich Christa und Harry Hartmann das erste Mal über den Weg liefen, da waren die Wunden des Zweiten Weltkrieges zumindest in den Großstädten noch nicht ansatzweise verheilt. 1951 lernten sich die beiden bei der in Großsteinberg gefeierten Hochzeit von Harrys älterem Bruder Hans mit Christas Cousine Renate kennen – und lieben. Zwei Jahre später schlossen sie am zweiten Weihnachtsfeiertag den Bund fürs Leben, der seit mittlerweile 65 Jahren Bestand hat.

Feier auf Schloss Wurzen

Standesgemäß auf Schloss Wurzen wurde am Mittwoch die Eiserne Hochzeit inklusive einer Domführung gefeiert. Allerdings ohne große Party, sondern vielmehr im engsten Familienkreis. Die große Party nämlich ist laut Christa bereits im Januar dieses Jahres anlässlich Harrys 85. Geburtstag gefeiert worden. „Da waren über 30 Gäste da“, erinnert sich die rüstige 89-Jährige, deren Mann vor sechs Jahren einen Schlaganfall erlitten hat und mittlerweile von einer Tagespflege betreut wird. „Das bedeutet für meine Mutter, die ihn zuvor lange allein gepflegt hatte, eine große Entlastung“, berichtet Sigrid Jäckel, die älteste Tochter des Jubiläums-Paares, die es in die Nähe der einstigen freien Reichsstadt Mühlhausen verschlagen hat. Ihre übrigen Geschwister indes wohnten noch im Muldental in Kühnitzsch, Köhra und Otterwisch und würden ihre Eltern nach Kräften unterstützen.

Ein Leben mit harter Arbeit

Eltern, so Tochter Sigrid, deren Leben von harter Arbeit geprägt gewesen sei. „Mein in der Leisniger Ecke groß gewordener Vater hat viele Jahre im Großsteinberger Steinbruch und später bei der Gemeinde, meine aus Niederschlesien stammende Mutter zuletzt in der Schulküche gearbeitet“, so die 68-Jährige. Ihr ist in Erinnerung geblieben, dass in ihrer Familie über der Erziehung der vier Kinder und den Verpflichtungen des Alltags auch das gesellige Miteinander nicht zu kurz gekommen ist. „Der 26. Dezember etwa wurde von meinen Eltern als Hochzeitstag deshalb gezielt ausgewählt, um möglichst viele Gäste im Bauernhaus von Christas Eltern um sich versammeln zu können, denn mein Vater hatte allein acht Geschwister“, so Sigrid Jäckel, die mit ihren beiden Brüdern und der jüngeren Schwester im Anfang der 60er Jahre in der Großsteinberger Dorfstraße 17 erbauten Haus aufwuchs.

Rollentausch nach Schlaganfall

Trotz der mit Grundstück, Gelderwerb und Familie verbundenen Pflichten hätten die Eltern selbige auch regelmäßig hinter sich gelassen und ihren Möglichkeiten entsprechend einen Teil der Welt erkundet. „Sie sind unter anderem auf die Krim, nach Polen, Ungarn und Marokko gereist“, erzählt die Wahl-Thüringerin, die ihren Vater als einen Mann erlebt hat, der in der Familie „bestimmte, wo es lang ging“. „Nach seinem Schlaganfall haben sich jedoch die Rollen zwangsläufig geändert, hat meine Mutter das Zepter in die Hand genommen.“ Der eigentliche „Chef“ im Haus der Eltern sei aber Kater Miez, der die beiden in Bewegung halte. Angesprochen auf das Geheimnis ihrer mittlerweile sechseinhalb Jahrzehnte währenden Ehe nennt Christa die beiden Worte „Offenheit“ und „Ehrlichkeit“. „Ich erinnere mich zudem nicht daran, dass wir uns in all den Jahren einmal ernsthaft gestritten hätten“, so die 89-Jährige.

Von Roger Dietze

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