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Grimma Ein Liederabend voller Emotionen in Grimma
Region Grimma Ein Liederabend voller Emotionen in Grimma
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06:35 16.09.2019
Kammersänger Jochen Kupfer (rechts) und Pianist Stephan König gestalteten das 35. Augustiner-Konzert. Quelle: Peter Göthner
Grimma

Bereits eine Stunde vor Beginn des 35. Augustiner-Konzertes pilgerten viele Besucher erwartungsvoll durch einen der prächtigsten Innenhöfe Sachsens in die Aula des Grimmaer Gymnasiums „St. Augustin“. Manchem Interessenten hatte es schon viel zu lange gedauert, bis er wieder zusammen mit Gleichgesinnten ein Augustiner-Konzert erleben konnte.

200 Stühle waren schnell belegt

Bald waren die über 200 Stühle in der Aula vollständig belegt. Und dann füllte die Stimme des Kammersängers Jochen Kupfer den Raum. Er interpretierte Robert Schumanns „Dichterliebe“ gefühlvoll und nuancenreich, unterstützt von sparsamer Mimik und Gestik, die den erfahrenen Opernsänger erkennen ließ, und versetzte seine Hörer von der ersten Sekunde an in eine andächtige Stille. Stephan König am Blüthner-Flügel verlieh seinem Instrument eine eigene Stimme. Souverän und einfühlsam trug er als ebenbürtiger Partner dazu bei, die Aussagen und Stimmungen der romantischen Kunstlieder erlebbar zu machen.

Ihm, dem seit langem in Grimma verehrten Organisator der Augustiner-Konzerte, war es gelungen, den in vielen Konzertsälen der Welt begehrten Sänger für ein Engagement in Grimma zu gewinnen. „Sehr gern kehre ich mit einem Liederabend wieder an meine ehemalige Schule zurück“, hatte Jochen Kupfer den Organisatoren vor kurzem mitgeteilt. Und als er zwischen zwei Liedern einfügte, dass er bei diesem Konzert vor vielen Bekannten in Grimma weit aufgeregter sei als bei einer Veranstaltung in Peking vor 3000 Chinesen, von denen er kaum einen kannte, hatte er die Herzen der Hörer endgültig gewonnen.

Schuberts Texte vom Wandern berührten

Mit Liedern vom Wandern von Franz Schubert begann der zweite Teil des Konzertes. „Ich bin ein Fremdling überall“, „dort, wo du nicht bist, ist das Glück“, „wo bist du, mein geliebtes Land“ – mit solchen Liedtexten wird auf eindrucksvolle Weise das Wandern als Suche nach Glück und Heimat beschrieben. Die beiden Künstler setzten auf ergreifende Weise diese Gefühle von Sehnsucht und Fernweh musikalisch um. Es folgten Lieder des „gelernten“ Mathematikers Hans Sommer und von Richard Strauß. Und wieder gelang es den beiden sich gegenseitig inspirierenden Musikern, die Hörer mit hauchzart die Seele streichelnden Liedern in ihren Bann zu ziehen.

Den Dankesworten der Organisatoren schloss sich auch die mit fast 104 Jahren älteste Besucherin an. Am Ende des beglückenden Musikerlebnisses gewährten die Künstler den ergriffenen Hörern noch zwei Zugaben und entließen sie mit einem Wiegenlied von Hans Sommer in die Vollmondnacht.

Von Peter Göthner

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