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Grimma Fehlalarm auf der Mulde: Grimmaer Feuerwehr rückt umsonst aus
Region Grimma Fehlalarm auf der Mulde: Grimmaer Feuerwehr rückt umsonst aus
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14:24 04.06.2019
Mit einem Schlauchboot war eine Schulklasse auf der Mulde unterwegs, als sie einen Feuerwehreinsatz auslöste.
Mit einem Schlauchboot war eine Schulklasse auf der Mulde unterwegs, als sie einen Feuerwehreinsatz auslöste. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma

Ein ungewöhnlicher Notruf setzte am Dienstag die Rettungskräfte des Notdienstes und der Feuerwehr in Grimma in Alarmbereitschaft. Die Erstinformation ging von einem Bootsunglück auf der Mulde aus. Wie Thomas Knoblich, Sprecher der Grimmaer Feuerwehr, auf LVZ-Nachfrage bestätigte, sollte bei Höfgen eine verletzte Person aus einem Schlauchboot gerettet werden. Der betroffene Wassersportler wäre offensichtlich Opfer eines Steinschlages geworden.

Rabenstein bei Grimma für Steinschläge bekannt

Tatsächlich ist das Szenario nicht ausgeschlossen. In Höhe des Rabensteins – zwischen dem Grimmaer Ortsteil Höfgen und dem Stadtwald gelegen – ragt ein meterhoher Felsen dicht am Wasser in die Höhe. Von dort aus könnte sich möglicherweise das Szenario eines Steinschlages abspielen.

Doch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Grimma mussten gut vier Kilometer weiter südlich von Höfgen fahren und trafen auf einer Insel in einer Flussbiegung nahe Förstgen eine Schulklasse an, die als Schlauchbootbesatzung an dieser Stelle pausierte. Nach Aussagen der Feuerwehr hätten sich einige der Bootsfahrer mit Steinen beworfen, wobei eines der Kinder getroffen wurde.

Schulklasse setzt Bootstour auf der Mulde fort

Diesem Kind galt der offenkundig aus Sorge voreilig abgesetzte Notruf, obwohl sich schnell herausstellt, dass die vermeintliche Verletzung unerheblich war.

Weder Rettungsdienst noch Feuerwehr mussten aktiv werden und rückten unverrichteter Dinge wieder ab. Die Schulklasse konnte die Bootstour normal fortsetzen.

Von Frank Schmidt