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Grimma Für Muldental-Triathlon werden noch Teams gesucht
Region Grimma Für Muldental-Triathlon werden noch Teams gesucht
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07:06 06.06.2019
Mädchen und Jungen der Grundschule Naunhof trainieren für den Kids Cup in Grimma. Quelle: Frank Schmidt
Grimma

Dass Grimma eine deutsche Triathlon-Hochburg ist, dürfte bekannt sein. Was mancher noch nicht weiß: In Grimma werden sogar die Weltstars von morgen gemacht. Einer wie Sebastian Kienle. Der Sieger beim Ironman auf Hawaii 2014 startete zuvor als Riesentalent bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Grimma.

Bundesweite Titelkämpfe des Nachwuchses gibt es auch beim Muldental-Triathlon am 29. und 30. Juni. Und so verrät Wettkampfleiter Matthias Vogel auf der Abschluss-Pressekonferenz im Rathaus: „Alle aktuellen deutschen Spitzentriathleten, die bei Weltmeisterschaften und Olympia antreten, durchliefen die Grimmaer Schule.“

Verlorener Sohn kehrt wieder heim

Der 18-jährige Franz-Georg Leidhold, der für Trizack Rostock startet, ging in Grimma im wahrsten Sinne des Wortes zur Schule. Bis zur siebten Klasse besuchte er das dortige Gymnasium, ehe er zum Bundesstützpunkt nach Neubrandenburg wechselte. Bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren wird ihm in seiner alten Heimat ein Platz unter den besten zehn zugetraut.

Fototermin in Vorbereitung des Muldental-Triathlon mit Wolfgang Müller, Gregor Bogen, Matthias Vogel, Matthias Berger und Hans-Peter Bischhoff (v.l.). Quelle: Frank Schmidt

Deutsche Meisterschaft, Zweite Bundesliga, Jedermann-Wettkämpfe: Gesamtleiter Hans-Peter Bischoff rechnet zur 15. Auflage des Muldental-Triathlons mit 750 Startern. Allein fürs Einzelrennen der Freizeitsportler lägen bereits knapp 100 Anmeldungen vor. Am Ende werde es sicher auf bis zu 160 Buchungen hinaus laufen, womit man am Limit wäre, so Bischoff.

OBM Berger: Es fehlt an Schwimmern

Freie Plätze gibt es für den Team-Wettbewerb. 50 Mannschaften können mitmachen, etwa die Hälfte habe sich bereits einen Startplatz gesichert. Bürgermeister Matthias Berger: „Es fehlt an Schwimmern! Viele trauen sich die knapp 19 Kilometer auf dem Rad und die zu laufenden fünf Kilometer durchaus zu. Angst haben sie vor den 750 Metern in der Mulde.“

Gregor Bogen, Geschäftsführer eines Immobilien-Projektentwicklers, kennt das Problem: „Vielleicht kann man aktive Schwimmer gewinnen, die als Joker einspringen.“ Sein Team gewann im Vorjahr den Firmencup. Auch diesmal rekrutiert das Unternehmen 15 Starter. Eine von ihnen ist Katja Mai. Die einstige Sportlerin fand über den Triathlon wieder zu regelmäßigem Training.

Sportlicher Leiter: Strömung nicht unterschätzen

Die sportliche Leitung des Triathlons weist darauf hin, dass sich niemand aus einer Bierlaune heraus anmelden solle: „Man darf nicht völlig untrainiert sein. Wenn zig Leute los kraulen und die Mulde kocht, kann das schon ein beklemmendes Gefühl sein. Führt der Fluss noch dazu mehr Wasser, ist die Strömung nicht zu unterschätzen“, so Matthias Vogel.

Wolfgang Möller von der Stadtverwaltung geht davon aus, dass die Bauarbeiten zwischen Ortsausgang Grimma und Nimbschen schon Ende dieser Woche abgeschlossen sind: „Dann hätte auch die Radstrecke genau denselben Verlauf wie im Vorjahr, wodurch die Zeiten direkt verglichen werden können.“ Am Volkshausplatz stehen 600 Parkplätze zur Verfügung.

Freiwillige Helfer leisten Unterstützung

Kathleen Schlichter, die den Kontakt zu den Vereinen hält, konnte für beide Tage bereits 240 Helfer verpflichten. Lediglich für den Auf- und Abbau am Floßplatz sucht sie noch zehn starke Männer. Markus Beiler, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Mutzschen, bestätigt: „Wir werden an beiden Tagen mit jeweils 33 Kameraden absichern helfen.“

Früh übt sich, wer ein Triathlet werden will. Zwei Wochen vorm eigentlichen Spektakel steigt der Kids-Cup für 400 Kindergartenkinder und Grundschüler. Matthias Vogel trainierte bereits exklusiv mit den Mädchen und Jungen des Bennewitzer „Zwergenlandes“ und des Schulhorts Naunhof. Beide Häuser waren besonders eifrig bei der Anmeldung.

Von Haig Latchinian

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