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Grimma Funkmast in Steinbach: Stadt sagt Nein
Region Grimma Funkmast in Steinbach: Stadt sagt Nein
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12:12 25.06.2018
Der Ortschaftsrat lehnt einen neuen Funkmast in Steinbach ab. Quelle: André Kempner
Bad Lausick/Steinbach

Wird im Bad Lausicker Ortsteil Steinbach ein weiterer Funkmast errichtet? Geht es nach dem Willen der Deutschen Telekom, geschieht das schon bald. Der Ortschaftsrat hingegen möchte den LTE-Mast keinesfalls in Dorfnähe haben.

Selbsthilfegruppe für Funkgeplagte

Mit größter Sorge denkt Silvia Czub an die Auswirkungen auf die Gesundheit, die sie als auf Funkwellen Hochsensible besonders drastisch spüre, die aber auch andere Menschen gefährdeten und krank machen könnten. Czub, die unter Elektrohypersensibilität leidet, hatte bereits vor vier Jahren eine Selbsthilfegruppe für Funkgeplagte gegründet. Den Anstoß gegeben hatte die Errichtung einer Funkantenne auf einem Mietshaus an der Lauterbacher Straße. Betreiber dieses Mastes ist Vodafone.

Ortschaftsrat lehnt neuen Mast ab

„Nachdem sich bereits eine Funkanlage im Ort befindet und Steinbach jetzt über das Kabelnetz gut mit Breitband versorgt ist, hat der Ortschaftsrat einen weiteren Funkmast mehrheitlich abgelehnt“, sagt Ortsvorsteher Andreas Dathe. „Wir können den Steinbachern nicht noch einen Mast inmitten der Ortslage zumuten“, bestätigt das Ortschaftsratsmitglied Falk Noack.

Zwar sei es nach wie vor strittig, wie sich diese Strahlenbelastung gesundheitlich auswirke, doch würde eine Beeinträchtigung nicht nur die Bürger gefährden, sondern auch den Wert der Grundstücke reduzieren, wenn in unmittelbarer Nähe so ein Mast stünde. „Ganz gegen den Mast können wir uns nicht aussprechen, allerdings muss ein Standort außerhalb der Ortschaft genügen, so die Meinung der Ortschaftsräte.“

Stadt stellt Grundstück nicht zur Verfügung

Michael Hultsch (parteilos), der Bad Lausicker Bürgermeister, geht einen Schritt weiter. „Wir wollen uns über den Wunsch der Steinbacher keinesfalls hinwegsetzen“, sagte er. Deshalb werde die Kommune jenes Grundstück, das aus ihrer Sicht durchaus in Frage gekommen wäre, dem Unternehmen nicht zur Verfügung stellen. Gemeint ist jene Fläche, auf der sich der Gittermast der einstigen Antennengemeinschaft befindet und die das Unternehmen Drahtlos DSL nachgenutzt hatte. Man betrachte als Stadtverwaltung die Entscheidung des Ortschaftsrates für bindend.

Von Ekkehard Schulreich

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