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Grimma Verwaistes Haus bei Mutzschen in Flammen
Region Grimma Verwaistes Haus bei Mutzschen in Flammen
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13:29 06.01.2019
Das brennende Haus hinter Bäumen und Gebüsch wurde zur Herausforderung für die Löschkräfte Quelle: Frank Schmidt
Grimma/Mutzschen

Am Sonntagmorgen heulten gegen 6.45 Uhr in Mutzschen und Umgebung die Sirenen. Aus einem in weiter Flur einzeln stehenden Gebäude, das zum Grimmaer Ortsteil Wetteritz bei Mutzschen gehört, schlugen Flammen und stieg dichter Rauch auf.

Floriansjünger aus vier Ortsfeuerwehren im Einsatz

Etwa 50 Kameraden aus Mutzschen und Grimma sowie aus Nerchau und Zschoppach wurden an die Schläuche gerufen. Die Floriansjünger aus Grimma waren gemeinsam mit Kameraden aus Hohnstädt erst wenige Stunde zuvor, also in der Nacht zum Sonntag, zu einem vermeintlichen Küchenbrand in der Grimmaer August-Bebel-Straße ausgerückt, der sich jedoch als Fehlalarm herausstellte.

Das Gelände rund um das Brandgebäude ist eine einzige Müllhalde und hat den Zugang erschwert. Quelle: Frank Schmidt

Bäume und Büsche versperren Zugang

Doch dieser Löscheinsatz sollte sich für alle Einsatzkräfte als nicht ganz einfach erweisen. Das seit Jahren verwaiste und leer stehende Gebäude war von Bäumen und Büschen zugewuchert.

Während ein erster Einsatztrupp mit den Löscharbeiten begann, kämpften sich parallel dazu weitere Einsatztrupps mit Kettensägen zum Gebäude durch. Hierfür wurden große Scheinwerfer in Stellung gebracht, da es zu dieser Zeit einfach noch zu dunkel war.

Müllberge und Gebüsch erschweren die Löscharbeiten bei dem Brand in Wetteritz.

Gelände um Brandgebäude gleicht einer Müllhalde

Erschwerend kam hinzu, dass das gesamte Gelände um das Gebäude einer einzigen Müllhalde glich. Dort illegal abgelagerter Unrat und Berge von Müllsäcken erschwerten den Zugang.

Löschwasserleitung über einen Kilometer

Um den vor allem im Inneren des Hauses wütenden Flammen den Garaus machen zu können, musste eine über ein Kilometer lange Löschwasserleitung aufgebaut werden. Nach und nach konnten zwar die offenen Flammen gelöscht werden, doch noch lange suchte weißer Rauch den Weg ins Freie, der zahlreiche Glutnester im Haus vermuten ließ. Auf deren Bekämpfung konzentrierten sich dann die noch Stunden andauernden Löscharbeiten.

Der aufsteigende Qualm und Rauch zog südöstlich über unbewohntes Gebiet ab und stellte keine Gefahr für Menschen dar. Die Brandursache ist unklar. Da an diesem Objekt keine Energieträger mehr anlagen, ist Brandstiftung ebenso wenig ausgeschlossen wie die Selbstentzündung der Müllberge.

Von Frank Schmidt

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