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Grimma Geopark Porphyrland will seinen Titel verteidigen
Region Grimma Geopark Porphyrland will seinen Titel verteidigen
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Der Vulkan-Spielplatz in Röcknitz zählt zu den neuen Anziehungspunkten im Geopark Porphyrland. Quelle: Frank Schmidt
Landkreis Leipzig/Grimma

Der Geopark Porphyrland will seinen Status als Nationaler Geopark verteidigen. Nachdem dieser Titel im Jahr 2014 zuerkannt wurde, steht 2019 die Re-Evaluierung an. Die Profilierung des „Geoparks Porphyrland – Steinreich in Sachsen“ wird seit mehreren Jahren intensiv betrieben. Nach einer Dauer von fünf Jahren sei die weitere Entwicklung zu dokumentieren und der Alfred-Wegener-Stiftung vorzulegen, teilte der Geopark jetzt mit. Die Vorbereitung dieser Dokumentation mit dem Ziel einer erfolgreichen Verteidigung des Titels sei Schwerpunkt aller Aktivitäten im kommenden Jahr.

Zudem sollen die vorhandenen geologischen, archäologischen, kulturellen sowie weitere Sehenswürdigkeiten touristisch erschlossen beziehungsweise weiter entwickelt werden. Wichtiger Meilenstein wird die Eröffnung eines Geoportals, das derzeit im Bahnhof Mügeln unter Leitung der Stadt Mügeln entsteht. Die Eröffnungsfeier ist am 30. Juni 2019 geplant. Im September wird außerdem der Tag des Geotops begangen. Auch musikalisch will der Geopark durchstarten: Für ein Kinderkonzert der Sächsischen Bläserphilharmonie zum Thema Steine und Supervulkan wird derzeit fleißig komponiert und getextet. Die Uraufführung ist für Ende 2019 geplant.

Tag des Geotops 2018 in Beucha Quelle: Streffen Brauer

Um Touristen anzulocken, werden weitere Georanger ausgebildet. „Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Ranger wertvolle Arbeit für die Wahrnehmung des Geoparks leisten“, so die Geschäftsstelle des Geoparks in Grimma. Dabei könne die Nachfrage nach geführten Wanderungen und Exkursionen noch immer nicht gedeckt werden. Für das Frühjahr sei deshalb der Start eines weiteren Ausbildungskurses geplant.

Auch Nachwuchsranger sollen erneut ausgebildet werden. Erst im August 2018 hatten 13 Kinder und Jugendliche ihre Zertifikate erhalten und schlossen den Kurs mit einem gemeinsamen Camp im Naturfreundehaus Grethen ab. Bereits im Gang ist eine neue Ausbildungsrunde, die wie gewohnt durch die Volkshochschule Muldental und den Geopark organisiert wird.

Die Geschäftsstelle des Geopark Porphyrland hat sich neu aufgestellt: Lothar Andrä (rechts) unterstützt die Geschäftsstelle seit Juni 2018 im Bereich der Umweltbildung. Tabea Roth , links (geotouristische Produktentwicklung, Geotope) und Nadine Friedrich , 2.v.l. (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, geotouristische Produktentwicklung) bearbeiten gemeinsam die Assistenzstelle zur Qualifizierung des Geoparks.  Lutz Simmler ist für die Leitung der Geschäftsstelle zuständig und fungiert als Klimamanager im Projekt ZENAPA. Quelle: Geopark

Die Geschäftsstelle stellt sich ebenfalls neu auf. Anfang des Jahres wird die Stelle eines Netzwerk-Geopark-Managers neu besetzt. Das Auswahlverfahren dauere im Moment noch an. Dieser „Kümmerer“ soll das Netzwerk nach innen und außen stärken und die Umsetzung von Projekten forcieren. Ein Imagefilm, ein Lernspiel für Schulklassen, eine geotouristische Karte sowie eine Imagebroschüre seien angedacht. Dies alles sei wichtig, um die Re-Evaluierung zum Nationalen Geopark erfolgreich zu meistern.

Der Geopark umfasst Regionen der Landkreise Leipzig, Nordsachsen und Mittelsachsen. Aktuell gehören dem Trägerverein die 13 Kommunen Bad Lausick, Bennewitz, Brandis, Grimma, Leisnig, Lossatal, Mügeln, Naunhof, Rochlitz, Thallwitz, Trebsen, Wermsdorf und Wurzen, der Landkreis Leipzig sowie weitere Vereine, Privatpersonen und Unternehmen an. Als neues Mitglied konnte in diesem Jahr unter anderem der Landgasthof Dehnitz gewonnen werden.

Von Simone Prenzel

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