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Grimma Highspeed-Internet: An diesen Orten in Naunhof gibt es bald Glasfaser
Region Grimma Highspeed-Internet: An diesen Orten in Naunhof gibt es bald Glasfaser
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17:30 27.01.2020
Moderne Technik: In solchen Leerrohren sollen in Naunhof Glasfaserkabel verlegt werden. Quelle: Kempner
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Naunhof

Naunhof wird ans Glasfasernetz angeschlossen. Die Deutsche Glasfaser GmbH beginnt im Frühling mit ersten Bauarbeiten und will schließlich im Sommer die Kabel verlegen. Welche Ortsteile nun die Leitungen für extra schnelles Internet erhalten, steht auch schon fest.

Diese Stadtteile bekommen Highspeed-Internet

Ein Glasfasernetz erhalten die Kernstadt von Naunhof und der Ortsteil Lindhardt. Zwar konnte bei der Interessenbündelung nicht ganz die Marke von 40 Prozent aller Haushalte erreicht werden, dennoch soll der Ausbau noch dieses Jahr beginnen. In den Ortsteilen Fuchshain, Erdmannshain/Eicha/Albrechtshain und Ammelshain, die bei dem Projekt unter dem Namen Naunhof-Nord laufen, sind die Planungen schon weiter vorangeschritten.

„Unsere Geschäftsleitung hat entschieden, dass wir Naunhof und Lindhardt flächendeckend erschließen“, informierte am Freitag Maik Zappe, Projektmanager der Deutschen Glasfaser GmbH (DG). In Lindhardt habe eine sehr hohe Nachfrage nach Anschlüssen bestanden, in der Kernstadt hingegen sei sie mäßig gewesen. Zusammen kamen beide Bereiche auf 38,37 Prozent, womit eigentlich die Marke verfehlt wurde, ab der die DG aktiv wird. „Da aber Naunhof-Nord mit einer Überkapazität von 1,5 Prozent abgeschlossen hatte, nehmen wir diese rein rechnerisch rüber in die Kernstadt und erreichen somit ungefähr unser Ziel“, erläuterte Zappe.

Probleme mit Mehrfamilienhäusern

Einen weiteren Trick musste das Unternehmen anwenden. „Wie in anderen Gebieten Sachsens haben wir Probleme, Interessenten in Mehrfamilienhäusern zu finden“, räumte Zappe ein. In Trebsen beispielsweise wurden die Blöcke ganz aus der Bilanz rausgenommen. In Naunhof sollte ein anderer Weg gefunden werden. „Wir hatten ein Pilotprojekt mit günstigeren Tarifen geschaffen“, so der Manager. „Aber auch das fruchtete nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten.“ In der Konsequenz blieben jene Mehrfamilienhäuser, in denen die Resonanz groß war, in der Rechnung, während die anderen mit wenig oder gar keinem Zuspruch entfielen.

Damit fing für Naunhof alles an: Maik Zappe von der Deutschen Glasfaser erläuterte vergangenes Jahr den Ortsvorstehern Hermann Kinne (li.) und Jan-Walter Heikes (re.) den beabsichtigten Ausbau in Fuchshain, EEA und Ammelshain. In der Kernstadt ließ sich Bürgermeister Volker Zocher nicht als Zugpferd gewinnen. Quelle: Frank Pfeifer

Frist der Nachfragebündelung verlängert

Auch den Zeitraum der Nachfragebündelung hatte die DG verlängert, weil bis zum eigentlichen Ende im November noch nicht die erforderliche Menge an Verträgen unterzeichnet war. Es kamen zwar immer noch welche hinzu, am Ende aber nur noch kleckerweise, so dass jetzt die Entscheidung gefällt wurde. Da sich manche potenzielle Kunden noch für Anschlüsse entscheiden, wenn die Bagger rollen, rechnet das Unternehmen mit weiteren Interessenten. Sie können sich online melden oder telefonisch einen Gesprächstermin vereinbaren. Das Info-Mobil auf dem Markt wurde jedoch abgezogen.

„Jetzt beginnt unsere Planungsphase für Naunhof und Lindhardt“, erläutert Zappe. Baubegehungen sollen im April oder Mai folgen. Frühestens im Spätsommer könne die Verlegung der Glasfaserkabel starten, die Arbeiten würden sich mit Sicherheit über das ganze kommende Jahr hinweg fortsetzen.

Planung für Naunhof-Nord schon weiter

Für Fuchshain, EEA und Ammelshain wurde hingegen mit der Firma Terrado aus Wesel am Rhein schon ein Generalauftragnehmer gebunden, der das Glasfaser-Netz verlegen soll. „Vorgesehen ist, einen Fernanschluss aus Altenhain nach Ammelshain zu ziehen“, erklärte Mirko Ertel, Projektmanager Bau der DG. Insgesamt seien noch zahlreiche Genehmigungen einzuholen, unter anderem für die Querung von Bahnlinien. „Außerdem haben wir Umweltauflagen zu beachten“, so Ertel, der mit einem Baubeginn im zweiten Quartel dieses Jahres rechnet, aber noch nicht einschätzen kann, wie lange alles dauert.

Anschlüsse kostenlos ins Haus

Die DG bietet FTTH-Anschlüsse an. Die Abkürzung steht für Fiber to the home – Glasfaser bis in die Wohnung. Im Vergleich zum Vectoring, bei dem die Daten vom Verteilerkasten über die herkömmlichen Kupfer-Telefonkabel zu den Häusern gebracht werden, können viel höhere und zudem verlustfreie Internet-Geschwindigkeiten erreicht werden. Wer sich vor Baubeginn für einen Anschluss entscheidet, bekommt ihn kostenlos ins Haus verlegt.

Von Frank Pfeifer

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