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Grimma Glasfaseranschlüsse für fast ganz Trebsen
Region Grimma Glasfaseranschlüsse für fast ganz Trebsen
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16:29 31.05.2019
Einblicke: Danilo Bergmann mit seinen Kindern Valerie, Jannik und Janne (v.li.) sowie Jörg Hofmann schauten sich den Verteilerkasten an, den die Deutsche Glasfaser am Altenhainer Küchenteich aufgestellt hat. Quelle: Frank Pfeifer
Trebsen

Gebuddelt wird schon seit einigen Tagen in Altenhain. Diese Woche folgte nun der offizielle erste Spatenstich für den Breitbandausbau der Deutschen Glasfaser GmbH (DG) in Trebsen. 92 Prozent der gesamten Kommune will das Unternehmen mit der momentan leistungsfähigsten Technik erschließen. Sie bietet ihren Kunden kostenlos terabitfähige Internetanschlüsse.

Wie ein kleines Volksfest wirkte die Szenerie, als die Ortsvorsteherinnen von Altenhain und Seelingstädt, Katrin Kamm und Susann Schumann, Bürgermeister Stefan Müller (CDU) sowie DG-Projektmanager Maik Zappe symbolisch Sand schaufelten. Zahlreiche Einwohner, manche ganz in Familie, waren zum Küchenteich gepilgert. Es gab Speisen und Getränke; im Grunde fehlte nur noch die Blasmusik. An jeder Ecke Gespräche, wie sehnlichst dieser Moment herbeigesehnt worden war.

Erster Spatenstich: Katrin Kamm, Susann Schumann, Stefan Müller und Maik Zappe schaufelten Sand. Im Hintergrund der Verteilerkasten. Quelle: Frank Pfeifer

Altenhain geht voran

„Das Warten hat sich gelohnt“, sagte Kamm. Eine regionale Firma hätte den Ausbau lange blockiert, weil sie sich in den offiziellen Breitbandatlas eingetragen und damit staatliche Beihilfen blockiert habe, ohne zunächst tätig zu werden. „Wir sind froh und dankbar, dass sich uns mit der Deutschen Glasfaser jetzt eine Perspektive eröffnet hat, die ohne Fördermittel auskommt“, sagte die Ortsvorsteherin von Altenhain, in dem sich während der Interessenbündelung 66 Prozent der Haushalte für die neuen Anschlüsse ausgesprochen hatten.

Seelingstädt als zweites Zugpferd

Anfangs noch etwas zögerlich, erwies sich Seelingstädt als zweites Zugpferd. „Vor einem Jahr befasste sich unser Ortschaftsrat mit dem Thema“, erinnert Schumann. „Dann kam Zuspruch aus den Vereinen, und die Nachfrage ging durch die Decke. Nun sind wir total zufrieden. Wir hätten nie gedacht, dass sich vor den Sommerferien noch etwas tut.“

Erste Verteiler stehen

In der Vorwoche hatte die DG schon zwei Hauptverteiler in Altenhain und Trebsen aufgestellt, in der Fachsprache heißen sie PoP (Point of Presence). Darüber hinaus werden 45 Unterverteiler platziert: 30 in Trebsen, neun in Altenhain und sechs in Seelingstädt. Von dort aus sollen die einzelnen Glasfasern zu den Kunden verlegt werden. Derzeit sind 1700 Anschlüsse vorgesehen, darunter in den Schulen, in Unternehmen und rund 800 Haushalten. Voraussichtlich werden es noch mehr. Pressesprecherin Nancy Pfaff: „Man merkt den psychologischen Effekt. Die Leute sehen die Bagger und rufen bei uns an, um auch noch Verträge abzuschließen.“ Zuständig sei das DG-Baubüro in Großpösna.

Unterversorgte Gebiete in Warteschleife

Ab dem Sommer werden nach Firmenangaben voraussichtlich die ersten Kundenanschlüsse in Altenhain aktiviert. „Die Tiefbauarbeiten, die aktuell in Altenhain stattfinden, werden anschließend in Seelingstädt und Trebsen fortgeführt, sodass dort die Aktivierungen sukzessive folgen werden“, erklärte Mirko Ertel, DG-Projektleiter Bau. Laut Zappe bleiben aus Kostengründen Neichen, Walzig und einige entlegene Häuser weiterhin außen vor. Kamm und Schumann drückten unisono ihre Hoffnung aus, dass sich in allen unterversorgten Gebieten, für die Trebsen eine vom Landkreis koordinierte Lösung anpeilt, ebenfalls zügig etwas tut.

Ehrgeiziges Ziel: Netz bis Jahresende

Jetzt wünscht sich Bürgermeister Müller zunächst, dass die Arbeiten der Deutschen Glasfaser reibungslos über die Bühne gehen. „Ich habe keine Angst vor möglichen Komplikationen“. sagte er. „Wichtig ist, dass die Bürger bald über eine einwandfreie Breitbandversorgung verfügen können. Laut DG soll das Netz schon bis Jahresende stehen.

Von Frank Pfeifer

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