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Grimma Grimma: Umbau des Bahnhofsvorplatzes wird teuer
Region Grimma Grimma: Umbau des Bahnhofsvorplatzes wird teuer
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11:52 15.11.2019
Der Bahnhofsvorplatz in Grimma soll umgestaltet werden. Das wird voraussichtlich über sieben Millionen Euro kosten. Quelle: Frank Prenzel
Grimma

Die Umgestaltung des Grimmaer Bahnhofsvorplatzes wird voraussichtlich rund 7,35 Millionen Euro verschlingen. Damit erhöhen sich die Kosten deutlich gegenüber ersten Planungen, bei denen noch eine Summe von 3,3 Millionen Euro im Raum stand. Wie zur Stadtratssitzung Donnerstagabend sichtbar wurde, führte eine aktuelle Kostenschätzung nach jetzigem Planungsstand zur Anpassung der Zahlen.

Stadt Grimma zahlt mehr als 800.000 Euro

Nach kurzer Debatte hoben fast alle Stadträte für die überplanmäßige Bereitstellung der Mittel die Hand. Es gab lediglich vier Enthaltungen. Die Stadt Grimma trägt elf Prozent der Umbau-Kosten, nach momentanen Stand rund 836.500 Euro. Die für die Kommune vergleichsweise moderate Erhöhung von 53.000 Euro soll aus dem Topf der Gewerbesteuer-Einnahmen finanziert werden.

Das Gros der Bauarbeiten am Bahnhof bezahlen das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv – 59 Prozent) und der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL – 30 Prozent). Entsprechend der neuen Kostenschätzung fließen demnach vom Lasuv rund 4,8 Millionen Euro und vom ZVNL rund 2,1 Millionen Euro als Fördermittel an die Stadt Grimma. Die entsprechenden Anträge sind gestellt.

Auslöser ist Projekt „Muldental in Fahrt“

Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) erinnerte, dass das Vorzeigeprojekt „Muldental in Fahrt“ Auslöser der Umbau-Pläne ist. Der Grimmaer Bahnhof mit seinem Busplatz ist ein Knotenpunkt im öffentlichen Nahverkehr, ein zentraler Umstieg. Hier kreuzen sich viele Buslinien und der Zugverkehr. „Denken Sie daran, dass wir für 2025 die Zusage für die S-Bahn-Anbindung haben“, brachte der Rathauschef in die kurze Debatte ein.

Der Bahnhofsvorplatz in Grimma soll umgestaltet werden. Quelle: Frank Prenzel

Berger spricht von einer gigantischen Förderquote: „Diese einmalige Chance sollten wir mitnehmen“, warb er trotz offener Punkte zur Umgestaltung um Zustimmung. Das Vorhaben sei komplex und vieles zu berücksichtigen, so der Oberbürgermeister. Auch der Bahnhof müsse umgebaut werden, dessen Kaufinteressenten würden aber erst die Entwicklung des Vorplatzes abwarten. „Es hängt alles zusammen.“

Vor Abstimmung Vor-Ort-Termin am Bahnhof

Auf Bitte von AfD-Stadtrat Uwe Krah hatte es unmittelbar vor der Abstimmung noch einmal einen Vor-Ort-Termin gegeben. Alle Bedenken Krahs konnten dabei wohl nicht ausgeräumt werden, wie er zur Stadtratssitzung verdeutlichte. Etwa zum kleinen Parkplatz. „Den zu verwerfen, halte ich nach wie vor nicht für sinnvoll.“

Auch wenn das Projekt Ecken und Kanten habe, sollte es angepackt werden, sagte der Chef der Fraktion Bürger für Grimma/Allianz Stadt+Land, Thomas Zeidler. Am Nicolaiplatz sei zu sehen, was passiert, wenn eine Chance nicht genutzt wird. Dessen Zustand sei fast schon verwerflich, weil seinerzeit eben keine Fördermittel kamen.

Busse erhalten eine Ein- und Ausfahrt

Der Bahnhofsvorplatz wird sein Gesicht grundlegend verändern. Beim Umbau entstehen mehr Bushaltestelle, die übersichtlich angeordnet werden. Autos und Busse sollen sich künftig nicht mehr kreuzen, weshalb der Park&Ride-Parkplatz auf die andere Seite der Gleise verlegt wird. Den Planungen zufolge sollen die Busse in Zukunft in die Leipziger Straße ausfahren, so dass es für sie eine Ein- und Ausfahrt geben und die Bahnhofsstraße entlastet wird.

Von Frank Prenzel

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