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Grimma Grimmaer Crossover-Festival: Der Stilmix kommt super an
Region Grimma Grimmaer Crossover-Festival: Der Stilmix kommt super an
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12:23 01.09.2019
Die Band Angstbreaker aus Leipzig traf den Nerv des Publikums. Quelle: Bert Endruszeit
Grimma

Auf dieses Festival fiebern viele junge Leute hin, am Wochenende war es wieder mal soweit: Im Grimmaer Dorf der Jugend ging das diesjährige Crossover-Festival über die Bühne. Bands mit unterschiedlichen Musikrichtungen bestritten den musikalischen Teil, darüber hinaus blieb viel Zeit für Diskussionen und Workshops.

Tara Klingberg (17) nutzte die Gelegenheit, um den Besuchern das von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Projekt „Society Broke Youth“ vorzustellen. Hervorgegangen ist das aus einem Schulprojekt, mittlerweile ist es im Dorf der Jugend angesiedelt.

Menschen zu Politik befragen

„Wir beschäftigen uns unter anderem mit dem Rechtsruck in Sachsen und stellen die Frage, wie viel Meinung okay ist.“ Die jungen Leute haben zu diesem Thema zahlreiche Menschen befragt. „Dabei muss man ganz schön aus sich raus kommen, es kostet ja einiges an Überwindung, einfach so Menschen anzusprechen. Aber wir sind alle daran gewachsen.“

Das „Dorf der Jugend“ auf dem Areal der Alten Spitzenfabrik am Stadtrand von Grimma verfügt seit einigen Wochen auch über einen Skaterpark. Auch Jamie, Nico, Pierre und Eric (v. li.) nutzen ihn jetzt in der Herbstferien gerne. Quelle: Thomas Kube

15 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren haben beim Projekt mitgemacht, unter anderem Veranstaltungen von Parteien besucht und ihre Eindrücke beschrieben. Auf der Internet-Seite society-broke-youth.org finden sich dazu zahlreiche Informationen. „Es ist toll zu sehen, was man hier alles auf die Beine stellen kann“, sagte Tara mit Blick auf die Vorbereitung des Crossover-Festivals, bei der sie ebenfalls beteiligt war.

Jugendliche machen alles selbst

Der 18-jährige Vincent gehört ebenfalls zum Organisationsteam des Festivals: „Die ganz verschiedenen Musikrichtungen sprechen viele Menschen an, und der Eintritt ist frei.“ Das Besondere sei, dass die gesamte Vorbereitung in den Händen von Jugendlichen liege. „Es gibt hier keine Strukturen mit Erwachsenen.“

Zu einigen Bands gibt es bereits seit längerer Zeit einen guten Draht. „Und wir suchen immer gezielt nach Gruppen, auf die wir Lust haben“, verriet Vincent. Die Leute vom Vorbereitungsteam seien in den unterschiedlichsten Bereichen aktiv, alle möglichen Talente können sich entfalten. „Man kann sich ausprobieren und lernt dabei, wie man Dinge organisiert.“

Das Dorf der Jugend in der Alten Spitzenfabrik am Ortsausgang von Grimma in Richtung Nerchau. Quelle: Thomas Kube

Die 18-jährige Sara aus Grimma war zum ersten Mal auf dem Festival. „An meiner Schule sind ein paar Leute im Organisationsteam, und die Flyer sahen auch vielversprechend aus. Mir gefällt es hier sehr.“ Bei den Musikrichtungen sei sie völlig offen: „Mal schauen, was da so kommt.“

Gymnasiasten und Oberschüler zusammen

Eine soziale Komponente habe das Festival auch. „Oberschüler und Gymnasiasten sind in Grimma sonst immer für sich. Hier kommen alle wieder zusammen“, meinte Sara. Benno (18) lobte vor allem den kostenlosen Eintritt. „Es ist schön, dass es engagierte Menschen gibt, die so etwas auf die Beine stellen“, sagte der Leipziger.

Die Band Angstbreaker aus Leipzig traf den Nerv des Publikums. Quelle: Bert Endruszeit

Extra wegen der Leipziger Band „Angstbreaker“ war Dirk (38) aus Grimma vorbeigekommen. „Deren Lieder helfen mir dabei, einfach gut drauf zu sein.“ Und Punkrock sei schon in den Neunzigern in Wurzen genau sein Ding gewesen.

Von Bert Endruszeit

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