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Grimma Großbardau: Im Oktober soll Schandfleck verschwinden
Region Grimma Großbardau: Im Oktober soll Schandfleck verschwinden
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08:52 29.08.2019
Die Stadt Grimma hat die Ruine an der viel befahrenen Hauptstraße in Großbardau ersteigert und wird sie nun abreißen lassen. Quelle: Frank Prenzel
Grimma/Großbardau

Schon zum 800. Dorfjubiläum im Juni vorigen Jahres kündete es Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) an, jetzt steht in Großbardau der Abbruch des ruinösen Gebäudes an der viel befahrenen Ecke Parthenstraße/Großbardauer Hauptstraße unmittelbar bevor. Nach dem Erhalt des Fördermittelbescheides hatte die Stadt regionale Abbruchfirmen an einer beschränkten Ausschreibung beteiligt. Findet sich ein geeignetes Unternehmen, können nach Angaben von Tiefbauamtsleiter Dirk Hahmann die Abrissarbeiten im Oktober beginnen. Vier Wochen sind dafür veranschlagt.

Grimma stemmt Abrisskosten über Leader-Förderung

Die Kosten wurden auf rund 100.000 Euro geschätzt, informiert Grimmas Rathaussprecher Sebastian Bachran. Etwa 80 Prozent der Mittel fließen seinen Angaben zufolge aus dem Leader-Fördertopf, das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum unter Beteiligung der Europäischen Union und des Freistaates Sachsen. Knapp 20.000 Euro trägt die Kommune.

Dreiseithof ist Schandfleck in Großbardau

„In das einsturzgefährdete Wohnhaus regnet es seit Jahren rein“, so Bachran. Zerrissene Folie flattere im Wind, der Zaun hänge schief und krumm, die Scheiben seien teilweise eingeschlagen und der Putz bröckele. Neumanns Gut, wie die Einheimischen den Dreiseithof aus dem 19. Jahrhundert nennen, sei nur noch ein Schandfleck an der Großbardauer Hauptstraße. „Den Wunsch, den maroden Dreiseithof zu schleifen, hegen wir schon lange“, erinnert Rathauschef Berger. Im vorigen Jahr sei es der Stadt dann gelungen, im Rahmen einer Zwangsversteigerung den prägnanten Komplex in der Dorfmitte zu ersteigern. Dafür legte die Kommune 11.500 Euro hin.

Historisches Baumaterial wird gesichert

Die Untere Denkmalschutzbehörde stimmte dem Abriss zu. Historisches Baumaterial soll gesichert und geborgen werden. Dazu zählen unter anderem Natursteingewände, Holzbalken und Bruchsteine. Die Keller werden verfüllt.

Parkplätze für benachbarte Kita

An der Stelle des alten Bauerngutes sollen Parkplätze für die neue, benachbarte Kindertagesstätte „Parthenzwerge“ angelegt werden. Sie wird am 26. September eingeweiht. Berger hatte ursprünglich die Hoffnung, dass der Abbruch der Ruine zur Eröffnung des neuen Kindergartens Geschichte ist. Sie hat sich nicht erfüllt. Dafür können jetzt die Mädchen und Jungen aus ihrem schmucken Neubau dem Abriss zusehen.

Von Frank Prenzel

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