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Grimma Gute Resonanz auf Grimmas Weihnachtsmarkt
Region Grimma Gute Resonanz auf Grimmas Weihnachtsmarkt
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09:44 19.12.2018
Auch am letzten Tag herrschte noch einmal Trubel auf dem Grimmaer Weihnachtsmarkt.
Auch am letzten Tag herrschte noch einmal Trubel auf dem Grimmaer Weihnachtsmarkt. Quelle: Natalie Rieche
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Grimma

17 Tage lang führte am Grimmaer Markt kein Weg vorbei. Seit Montag nun haben die Abbau-Trupps das Sagen, ist der diesjährige Weihnachtsmarkt in der Muldestadt Geschichte. „Wir sind sehr zufrieden, auch mit der Resonanz der Besucher“, zieht Grimmas Marktmeister Frank Schütz ein erstes Fazit. Es habe viel positives Feedback zur Ausgestaltung, zur Dekoration und zum Bühnenprogramm gegeben.

Besucher kommen sogar aus Berlin

Eine Besucherzahl für den 17-tägigen Weihnachtmarkt mögen Schütz und Grimmas Veranstaltungsorganisatorin Natalie Rieche nicht schätzen. Aber allein die Kindereisenbahn habe ein Drittel mehr kleine Fahrgäste gezählt als noch im vorigen Jahr, wissen sie zu berichten. Neben den ohnehin gut frequentierten Wochenenden habe es auch unter der Woche mehr Gäste gegeben als zur 2017-er Auflage, ist sich Rieche sicher.

Nicht nur Grimmaer und andere Muldentaler tingelten über den festlich geschmückten Platz. Schütz und Rieche berichten von vielen auswärtigen Besuchern. Einige seien sogar aus Chemnitz, Magdeburg, Halle und Berlin gekommen. Ein Flensburger Paar, gerade auf Urlaub in Höfgen, habe die Gemütlichkeit des Marktes gelobt.

Direktvermarkter bieten Ware aus der Region

Der diesjährige Weihnachtsmarkt in Grimma lockte vom 30. November bis zum 16. Dezember Klein und Groß in die gute Stube der Stadt. An 36 Verkaufsständen boten Händler ihre Waren feil, zwei hatten kurzfristig ihr Kommen absagen müssen, so dass die leer gebliebenen Hütten ausgeschmückt wurden. Zudem mieteten vier Direktvermarkter an Sonnabenden oder Sonntagen eine Rasthütte an, und am zweiten Adventswochenende lockten Kunsthandwerker ins Rathausfoyer.

Den Weg auf dem Grimmaer Weihnachtmarkt zum Märchenwald geben originelle Hinweisschilder vor. Quelle: Frank Schmidt

Händler geben Hinweise für Markt im nächsten Jahr

Die meisten Händler sind mit dem Geschäft offenbar zufrieden. „Viele wollen wiederkommen“, so Marktmeister Schütz. Bereits jetzt seien zwei Drittel der Stellplätze für den Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr wieder vergeben. Eine exakte Auswertung mit den Händlern wird die Stadt im Januar anberaumen. „Dann wollen wir analysieren, was gut und nicht so gut war und ob Änderungen gewünscht sind“, erläutert Rieche.

Öffnungszeiten haben sich bewährt

Schütz Worten zufolge haben sich die Öffnungszeiten bewährt, das zweite Jahr in Folge lud Grimmas Weihnachtsmarkt täglich von 11 bis 19 Uhr ein, wobei die Gastronomen ihre Stände länger offen hielten und bei guter abendlicher Besucherfrequenz auch andere Händler nicht gleich das Licht ausknipsten. Der Beginn am späten Vormittag belebe zudem das Mittagsgeschäft, weiß Schütz.

Die Besucher konnten sich über ein tägliches und abwechslungsreiches Bühnenprogramm freuen. Allerdings sagten ausgerechnet zwei Prominente wegen Krankheit ihren Auftritt kurzfristig ab. Schlagersänger Thomas Lück hatte sich einer Operation der Stimmbänder unterziehen lassen, so dass sein Kompagnon Andreas Holm das Programm am 2. Advent allein bestritt. Und auch Kabarettist Uwe Steimle musste das Bett hüten und konnte so zur Stollenprämierung am 3. Advent nicht in der Jury Platz nehmen. Thorsten Wolf sprang in die Bresche.

Weihnachtsmann immer dicht umringt

Dicht umringt war jedes Mal der Weihnachtsmann, der am Wochenende kleine Geschenke verteilte. „Mit der geplanten Stunde sind wir nie hingekommen“, verrät Schütz. Über 100 Kinder seien pro Termin immer da gewesen. Vier Sponsoren hatte Grimma allein für die Gaben im Boot. Weitere Sachspenden und Geldspenden in Höhe von mehr als 6000 Euro komplettierten das städtische Budget von 9000 Euro, um das Programm zu stemmen.

Der Weihnachtsmarkt in Grimma, der mit Liebe zum Detail auffällt, wird auch im nächsten Jahr 17 Tage zum Kaufen und Schlemmen einladen. Der Termin steht jetzt schon fest: 29. November bis 15. Dezember. Vielleicht steht dann am Fuße des Rathauses auch wieder eine Pyramide, die Grimma mit Hilfe von Sponsoren neu bauen möchte.

Von Frank Prenzel