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Grimma Herausgeber der unverfälschten Autobiografie von Seume zu Gast in Grimma
Region Grimma Herausgeber der unverfälschten Autobiografie von Seume zu Gast in Grimma
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20:00 28.01.2018
Beim Seume-Tag in Grimma: Literaturwissenschaftler Dirk Sangmeister (li.) und Lutz Simmler vom Seume Verein „Arethusa“ kommen ins Gespräch. Quelle: René Beuckert
Grimma

Zwei Tage vor dem 255. Geburtstag des Dichters Johann Gottfried Seume (1763-1810) wurde am Sonnabend in der Grimmaer Bibliothek die erste historisch-kritische Ausgabe des Manuskripts von Seumes Autobiografie „Mein Leben“ vorgestellt. Den Rahmen bot der sechste Seume-Tag, zu dem das Göschenhaus und der Seume-Verein „Arethusa“ eingeladen hatten.

„Wir betrachten dies als Saisonauftakt“, sagte Thorsten Bolte, Leiter des Göschenhaus-Museums. Er habe die Bibliothek als Veranstaltungsort gewählt, weil die Besucher so mehr Platz bei der Buchvorstellung durch Literaturwissenschaftler und Herausgeber Dirk Sangmeister fänden. Die kam bei den Gästen ebenso gut an wie das abwechslungsreiche Programm in den zwei Stunden. Das bot Gitarrenspiel zur Unterhaltung sowie Backwaren, zu denen der legendäre Seume-Stiefel zählte. Thorsten Bolte wies noch einmal auf die Bedeutung des Seume-Tages hin. Für ihn sei es etwas Besonderes, dass das nach den Originalskripten verfasste Buch „Mein Leben“ einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird. „Unser Anliegen besteht darin, dass die Besucher dazu ins Gespräch kommen“, hob er hervor.

Zum Auftakt des Seume-Tages in Grimma wurde Gitarrenspiel geboten. Quelle: René Beuckert

Familie Schneider war durch einen Zeitungsartikel auf die Veranstaltung in Grimma aufmerksam geworden. „Wir wohnen in Weinböhla. Als wir vom Seume-Tag erfuhren, nutzten wir gleich die Gelegenheit, meiner früheren Heimatstadt einen Besuch abzustatten“, verriet Julia Schneider. Schon in ihrer Schulzeit sei sie mit Seume und dem Verleger Göschen in Berührung gekommen. Ihr Ehemann Christian findet es interessant, dass Seumes Leben nunmehr so dargestellt wird, wie er es seinerzeit tatsächlich niederschrieb. Beide erzählten noch, dass sie die Wanderleidenschaft mit Seume teilen. Der Dichter wurde durch seinen Spaziergang von Grimma nach Syrakus berühmt.

Dirk Sangmeister klärte auf, weshalb Seumes Originalmanuskript nie gedruckt wurde. „Damals gab es Einflüsse, das Originalmanuskript seiner Zeit anzupassen. Zum einen herrschte noch die strenge napoleonische Zeit, zum anderen spielte der von Seume im Originaltext kritisierte Glauben eine Rolle, den Göschen als religiöser Mensch nicht vertrat. „Für mich ist es aber bedeutsam, dass Texte so gelesen werden, wie sie einst verfasst wurden“, erklärte Sangmeister.

Lutz Simmler, Vorsitzender des Grimmaer Seume Vereins, hatte sich auf die Begegnung mit dem Literaturwissenschaftler gefreut. „Diese Ausgabe ist ein Meilenstein in der Seume-Betrachtung, zumal wir als Verein die Werke von Seume den Menschen nahe bringen wollen“, unterstrich Simmler. Der Seume-Tag trage dazu bei und sei eine Bereicherung.

Von René Beuckert

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