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Grimma Hochwasserschutz: Vorzeigestadt empfängt Niederländer zum Meeting
Region Grimma Hochwasserschutz: Vorzeigestadt empfängt Niederländer zum Meeting
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17:33 24.01.2017
Holländische und deutsche Unternehmer kommen im Grimmaer Rathaus zusammen. Quelle: Andreas Röse
Grimma

Wenn das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Máxima am 9. Februar in Leipzig ein straffes Programm absolviert, ist der Atem seines royalen Besuches auch in Grimma zu spüren. Niederländische und deutsche Unternehmer kommen an jenem Tag im Rathaus zu einem „Meet the Dutch“ zusammen, um über Wasser- und Hochwassermanagement zu reden und eine vertiefte Zusammenarbeit auf diesem Gebiet nachzudenken.

Parallel zum Besuch des Königspaares vom 7. bis 10. Februar in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt steuert eine Delegation niederländischer Unternehmen aus den Bereichen Photonik, Halbleitertechnologie, bio-basierter Chemie und Wasser Mitteldeutschland an. Grimma rückte dabei in den Fokus, weil die Stadt 2002 und 2013 Hochwasserkatastrophen bestehen musste und jetzt für 60 Millionen Euro einen Schutzwall erhält. Laut Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) hat Professor Martin Socher aus dem sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft die Muldestadt ins Spiel gebracht, als das Programm für die Holländer skizziert wurde. „Dreimal waren Vertreter der holländischen Botschaft in Grimma, um die Veranstaltung vorzubereiten“, so Berger.

Indes hat auch das Königspaar den flankierenden Veranstaltungen seines Besuches den Segen gegeben. Alles sei mit ihm abgestimmt, verdeutlicht Yolanda van Groenewoud-Jebbink aus der Botschaft des Königreichs der Niederlande, die für das Treffen in Grimma mitverantwortlich zeichnet. Die Stadt sei zweimal schwer getroffen worden, bei einem Rundgang könnten sich die Teilnehmer anschauen, wie der Schutz vor Hochwasser erhöht wird. Wie Sachsen habe auch die Niederlande Erfahrung auf dem Gebiet des Hochwasserschutzes, erläutert van Groenewoud-Jebbink. Das Meeting diene dazu, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Von holländischer Seite werden in Grimma rund 40 Personen von führenden Bau- und Planungsunternehmen sowie Dienstleister und Ingenieure aus dem Bereich des Hochwasserschutzes erwartet. Ob die holländische Ministerin für Infrastruktur und Umwelt, Melanie Schultz van Haegen, einen Abstecher nach Grimma macht, blieb offen.

Das Treffen im Rathaus wird in englischer Sprache geführt. Auch Berger wird seine Sprachkenntnisse bemühen und die Stadt kurz vorstellen. Seinen Informationen zufolge wird Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) anfangs zugegen sein und über die Hochwasserschutz-Anlage sprechen. Im Laufe des Tages gibt es Präsentationen zum Wassersektor und Flutmanagement beider Staaten. Auch Krisenmanagement und Warnsysteme werden in den Mittelpunkt gerückt. Gegen Mittag schauen sich die Teilnehmer die Schutzanlage in Grimma an. Berger ist stolz über die flankierende Veranstaltung zum Königsbesuch. Grimma fungiere als Vorzeigestadt, das sei Beweis dafür, dass neben dem Schutz auch stadtgestalterisch „ein Riesenschritt nach vorn getan wird“.

Auch wenn das Königspaar nicht nach Grimma kommt, Oberbürgermeister Berger wird es dennoch zu Gesicht bekommen. Er sei als Vertreter seiner Stadt zum Staatsempfang in Leipzig eingeladen, verrät er.

Übrigens wird das Thema Hochwasserschutz am Folgetag weiter bedient, dann im Beisein von Willem-Alexander und Máxima. In Dessau informiert sich das Paar über das Frühwarnsystem an der dortigen Elbe, das holländische und deutsche Partner entwickelten, und über die Hochwasserstrategie des Schlosses Oranienbaum.

Von Frank Prenzel

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