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Grimma Im Hort der Grundschule Großbothen öffnet Weihnachtscafé
Region Grimma Im Hort der Grundschule Großbothen öffnet Weihnachtscafé
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22:00 01.12.2017
Die Viertklässler Steven, Moritz, Lena und Paul (v.l.) schlüpften in die Rolle der Kuchenverkäufer beim Weihnachtscafé im Hort Großbothen.
Die Viertklässler Steven, Moritz, Lena und Paul (v.l.) schlüpften in die Rolle der Kuchenverkäufer beim Weihnachtscafé im Hort Großbothen. Quelle: Frank Prenzel
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Grimma/Grossbothen

Gewusel und Gedrängel herrschte Mittwochnachmittag in der Grundschule Großbothen. Zum nunmehr dritten Weihnachtscafé des Hortes waren Eltern, Großeltern und Nachbarn eingeladen, und die Kinder lockten mit einem bunten Programm und Leckereien für den Gaumen. Bevor die Melodika- und Harmonika-Kinder der Musikschule Fröhlich, die allesamt die Schule in Großbothen besuchen, die ersten Takte anstimmten, stieß der Förderverein Grundschule, Hort & Kita Großbothen auf seinen zehnten Geburtstag an. Gemeinsam mit Gründungsmitgliedern erhob der aktuelle Vorstand das Glas.

Schulleiterin Kerstin Arnold erinnerte an den Ausgangspunkt der Vereinsgründung. Für die Verkehrserziehung der Schüler habe es 150 Euro gegeben, aber nur über einen Förderverein. Mit der damaligen Hortleiterin Regina Keller und Sekretärin Angelika Gasteiger brachte sie den Stein ins Rollen. Bernd Dietze, Ingrid Friedemann und Bärbel Lingslebe bildeten dann das erste Vorstandstrio. Der Verein, zunächst nur für die Förderung von Schule und Hort gedacht, nahm 2016 auch die Kita „Spatzennest“ unter seine Fittiche. Arnold lobte die vielfältigen Aktivitäten, mit denen er den Bildungsstätten unter die Arme greift. Das reicht vom Frühjahrsputz bis zur finanziellen Hilfe für Projekte und Busfahrten. „Er ist nicht für die Lehrer da, das Hauptaugenmerk gilt den Kindern“, betonte die Schulchefin.

Kuchen, Zuckerwatte, Musik und Handwerk gab es im Weihnachtscafé, dass für einen Nachmittag im Hort der Grundschule Großbothen öffnete.

Eine große Aktion in diesem Jahr war die Erneuerung des Bolzplatzes hinter dem Schulhaus, bilanziert Katrin Juhrich, Stellvertreterin vom jetzigen Vorsitzenden Andreas Hörig. 1600 Euro habe der Verein dafür besorgt. Neu war auch die Vergabe von Förderpreisen an Schüler, die durch Höflichkeit und Hilfsbereitschaft auffallen. Den Preis wird es zum Kindertag auch im neuen Jahr geben. Und der zur Zeit 71 Mitglieder zählende Verein legt dabei Selbstbewusstsein an den Tag. Für die Übergabe ist schon jetzt kein geringerer als Sachsens Kultusminister Frank Haubitz angefragt. Der Förderverein wird im kommenden Jahr das Indianerfest finanziell und personell unterstützen, ebenso den Busausflug der Kita. Und es ist wieder ein großes Projekt ins Auge gefasst. Bei der Stiftung der Muldentaler Sparkasse hat der Verein eine Zuwendung von 5000 Euro beantragt, um für den Hort einen richtigen Bauwagen zu schaffen. „Dort sollen Werkbänke und Schränke rein, damit die Kinder handwerklich tätig werden können“, verrät Juhrich.

Zum Weihnachtscafé steuerte der Verein ein besonderes Geschenk bei. Kinder wie Erwachsene konnten sich beim Luftballon-Weitflugwettbewerb beteiligen. Mit Name und Adresse versehen schwebten die gasgefüllten Ballons in die Ferne. Die Preise für die Besitzer jener drei Ballons, die es am weitesten schaffen, sollen zum Fasching am Tag der Halbjahreszeugnisse überreicht werden.

Lena, Steven, Moritz und Paul hatten sich eine Bäckermütze übergestülpt. Die Viertklässler standen am Kuchenbüffet und verkauften ein Stück nach dem anderen. „Die Abschlussklasse gestaltet traditionell das Kindercafé“, erzählte Hortleiterin Anja Wojtyschak. Die Mädchen und Jungen schlüpften dabei in die Rolle der Kellner und Verkäufer. Das leckere Gebäck freilich steuerten Eltern und Großeltern bei, für deren Unterstützung das Hortteam sehr dankbar ist. Die Erstklässler des 101-köpfigen Hortes halfen im Kindercafé, während die Zweitklässler für einen Zuckerwattestand im Hof gesorgt und die Drittklässer das Kinozimmer vorbereitet hatten. „Jede Gruppe überlegte sich, was sie in ihrem Zimmer machen kann“, so die Hortchefin. Im Keller etwa konnte nach Herzenslust gebastelt werden. Und zu dunkler Stunde zeigte die Stepptanz-Truppe ihr Können. Die Einnahmen des diesjährigen Weihnachtscafés sollen übrigens dem „Fuhrpark“ zugute kommen. So ein Roller verschleißt halt schnell.

Von Frank Prenzel