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Grimma Mietern in Grimma droht Abstellung des Trinkwassers
Region Grimma Mietern in Grimma droht Abstellung des Trinkwassers
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15:42 26.04.2019
An der Holzecke in Grimma droht der VVGG , das Trinkwasser für die Mieter abzustellen. Quelle: Privat
Grimma

Ein unscheinbarer Zettel an der Pinnwand, aber die Ankündigung hat es in sich: „Ab dem 02.05. 2019 muss die Trinkwasserversorgung dieses Grundstückes aufgrund der hohen Außenstände Ihres Vermieters unterbrochen werden“. Heißt: An der Holzecke in Grimma könnte in zwei Wohnblöcken 43 Mietparteien nächste Woche das Wasser abgestellt werden.

VVGG: Seit einem Jahr wurde keine Wasser bezahlt

„Wie bedauern das sehr“, sagt Lutz Kunath vom Versorgungsverband Geithain-Grimma (VVGG) „Für uns ist das auch wirklich die Ultima Ratio. Aber der Vermieter hat seit dem ersten Quartal des Jahres 2018 kein Wasser mehr bezahlt“. Der Vermieter, das ist eine internationale Immobiliengesellschaft mit Sitz in Luxemburg, verwaltet allerdings werden die Objekte seit Januar 2018 von der Immobiliengesellschaft Adler Real Estate mit Sitz in Frankfurt am Main.

Adler Real Estate spricht von Überweisungsfehler

„Es hat da wohl einen Überweisungsfehler gegeben“ sagt deren Pressesprecher Rolf-Dieter Grass auf Nachfrage der LVZ am Freitag. „Die Mieter können davon ausgehen, dass sie weiter Wasser haben werden“, so Grass weiter. „Wir werden heute die notwendigen Überweisungen veranlassen, damit die Mieter weiterhin mit Wasser versorgt sind“. Welche Summe wegen nicht bezahlter Wassergebühren aufgelaufen ist, möchte Grass nicht sagen. Lutz Kunath vom Versorgungsverband Grimma-Geithain spricht von Schulden im niedrigen fünfstelligen Bereich.

Drohung in Grimma wirkt

Nach der Drohung, den Mieter das Trinkwasser abzustellen, habe sich die Hausverwaltung schließlich gemeldet: „Wir sind nun guter Hoffnung, dass das Geld bis zum 2. Mai um 7 Uhr bei uns eingeht“, sagt er. Dann würde das Wasser der Bewohner an jenem Morgen wie an jedem anderen auch aus dem Wasserhahn fließen. Der VVGG droht immer wieder mit der Abstellung des Trinkwassers, um Hauseigentümer zur Zahlung der Wassergebühren zu bewegen. In diesem Fall der beiden Mietshäuser an der Holzecke aber wären besonders viele Mieter betroffen gewesen, die unverschuldet an Unzuverlässigkeiten der Vermieter und den drastischen Erziehungsmaßnahmen des Versorgungsverbandes zu leiden hätten. Die Mieter nämlich haben ihre Trinkwasserversorgung in den meisten Fällen zuverlässig im Rahmen der Nebenkosten bezahlt.

Von afs

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