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Grimma In luftiger Höhe: Reliefs für das Dorf der Jugend in Grimma
Region Grimma In luftiger Höhe: Reliefs für das Dorf der Jugend in Grimma
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16:03 09.12.2019
Reliefs aus Ton werden an der Fassade des Dorfes der Jugend in Grimma angebracht. Zudem konnten sich die Jugendlichen an einer Graffiti-Wand ausprobieren. Quelle: Detlef Rohde
Grimma

Vor der Alten Spitzenfabrik am Muldeufer in Grimma stehen ein Lkw mit einer Hubbühne, Schüler der Förderschule Burkartshain, ein paar Helfer vom Dorf der Jugend und der Chef des Künstlerhauses Schaddelmühle, Frank Brinkmann, mit seinen jungen Mitarbeitern aus Lateinamerika und Afrika. Sie alle wollen hoch hinaus.

Wetter nicht ideal – Begeisterung umso größer

In den vergangenen Monaten haben Jugendliche des Dorfes der Jugend, das in der einstigen Fabrik beheimatet ist, Schüler aus Burkartshain sowie Jugendliche aus dem Kinderheim Seidewitz an Reliefs aus Ton gearbeitet. Nun sollen sie in einer Höhe von 20 Metern an der Fassade angebracht werden.

Das Wetter ist nicht ideal, weil es in luftiger Höhe nicht nur wackelig, sondern auch windig und gefühlt deutlich kälter ist, als am Boden. Und dennoch: Die jungen Leute können es kaum erwarten, mit dem Hubkorb nach oben zu fahren.

>> Lesen Sie auch: So lief das Projekt ab

Die Reliefs entstanden im Rahmen eines Demokratieprojektes mit dem Kunstförderverein Schaddelmühle, dem Dorf der Jugend und weiteren Partnern. Nun muss Brinkmann mit dem Vorarbeiter des Künstlerhauses erst einmal selbst hinauf, um Halterungsschrauben anzubringen. Danach dürfen auch die Jugendlichen nacheinander hoch fahren und beim Anbringen ihrer Kunstwerke helfen.

Langwieriger Entscheidungsprozess

Für jene, die noch nicht auf den Hubwagen können, gibt es neben einer Führung durch die Räume des Jugendhauses auch die Möglichkeit, sich an einer speziellen Graffiti-Wand auszuprobieren. Ebenso wird die Fliesenwand aufgesucht, die im Jahresverlauf mit Entwürfen und Siebdrucken der Jugendlichen gestaltet wurde.

DasJugendamt des Landkreises hatte eine Ausschreibung veröffentlicht, mit der Ideen für eine Förderung demokratischer Prozesse gesucht wurden. Auf diese hatte sich der Kunstförderverein Schaddelmühle mit dem Projekt „Gestalten – wir woll’n was bewegen “ beworben. In einem langwierigen demokratischen Entscheidungsprozess suchten sich die Teilnehmer eigenständig ihre Inhalte und Ziele aus, mit denen sie ihr Umfeld verändern wollten.

Von Detlef Rohde

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