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Grimma Kehrmaschinen-Hersteller Faun will in Grimma wachsen
Region Grimma Kehrmaschinen-Hersteller Faun will in Grimma wachsen
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17:01 29.11.2018
Faun-Geschäftsführer Helmut Schmeh kann sich über volle Auftragsbücher freuen. Das Grimmaer Unternehmen exportiert Kehrmaschinen in die ganze Welt. Quelle: Simone Prenzel
Grimma

 In vielen Metropolen der Welt sorgt Technik aus Grimma für saubere Straßen und Plätze. Rund 300 Kehrmaschinen verlassen jährlich die Produktionshallen der Faun Viatec GmbH in der Grimmaer Bahnhofstraße. Der Hersteller, seit 1994 Teil der weltweit agierenden Kirchhoff-Gruppe, ist Marktführer für Lkw-Kehrmaschinen in Deutschland. „Seit 1992 sind wir am Standort präsent“, berichtet Geschäftsführer Helmut Schmeh. Derzeit sind die Produktionskapazitäten voll ausgelastet. „Mit den Bestellungen befinden wir uns bereits weit im nächsten Jahr“, erklärt der Firmenchef voller Stolz.

Fast jede Kehrmaschine ein Unikat

Anfangs mit einem Team von 30 Leuten gestartet, hat sich die Zahl der Mitarbeiter mittlerweile auf über 130 erhöht. Zunächst wurden nur Kehrmaschinen-Bausätze in den Hallen montiert und ein Dienstleistungsstützpunkt unterhalten. Doch inzwischen geht nichts mehr ohne die eigene Konstruktionsabteilung. Diese brachte bereits zahlreiche Neuentwicklungen auf den Markt, die in der Branche und bei Auftraggebern Beachtung fanden. Die Produktpalette reicht von kleinen Modellen für Innenstädte bis zu Spezialfahrzeugen, die Autobahnen in Schuss halten.

„Fast jede Kehrmaschine“, berichtet Helmut Schmeh, „ist ein Unikat.“ Keines auf der Taktstraße gleicht dem anderen. Noch so spezielle Kundenwünsche bringen die Beschäftigten dabei nicht aus der Fassung. „Schließlich können wir mittlerweile auf über 20 Jahre Erfahrung zurückgreifen.“

Aufträge in der ganzen Welt

Grimmaer Maschinen kehren weltweit. Märkte sind unter anderem Australien, Afrika oder Südamerika. Auch der Brexit ist ein Thema, bestehen doch enge Beziehungen zu Auftraggebern in Großbritannien. „England ist für uns ein starker Markt. Bereits 250 Fahrzeuge haben wir in den vergangenen Jahren ins Vereinigte Königreich geliefert.“

Auch berühmten Asphalt bekommen die Faun-Maschinen unter die Räder. So fegen die Grimmaer regelmäßig den Nürburgring, um bei den Deutschen Tourenwagenmasters für eine sichere Fahrt der flotten Wagen zu sorgen. „Der Veranstalter weiß, was er an unserer Technik hat und vertraut auf das besondere Reinigungsergebnis“, berichtet der Geschäftsführer. „Und für unsere Mitarbeiter ist es natürlich ein besonderes Erlebnis, auf der legendären Rennstrecke in der Eifel ihre Runden zu drehen.“

Mitarbeiter der Firma Faun dürfen mit ihrer Kehrmaschine regelmäßig den Nürburgring fegen. Quelle: E-Mail-LVD

Entwicklung von Brennstoffzellenfahrzeug

Um weiter Erfolgsgeschichte zu schreiben, arbeitet die Firmengruppe an alternativen Antrieben. Denn auch bei Kommunal-Fahrzeugen wird das Thema Emmissionsreduzierung immer mehr zur Herausforderung. Auf der Messe IFAT in München stellte Faun in diesem Jahr bereits ein Brennstoffzellenfahrzeug vor, das den Namen Bluepower trägt. „Es verfügt über eine Wasserstoffbrennzelle und einen Batterie-Antrieb als Puffer“, erläutert Schmeh. Eventuell schon ab 2020 könnte diese moderne Technologie auch bei den Kehrmaschinen zum Einsatz kommen.

Perspektivisch denkt das Unternehmen darüber nach, sich zu erweitern. „Da der Standort im Grimmaer Gewerbepark mittlerweile zu klein wird, haben wir die Absicht, uns an der A 14 niederzulassen.“ Hier hat die Stadt Grimma ein neues Industrie- und Gewerbegebiet auf den Weg gebracht, das nördlich der Autobahn 14 Gestalt annehmen soll.

Von Simone Prenzel

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