Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Naunhofer Kita feiert 25 Jahre Trägerschaft
Region Grimma Naunhofer Kita feiert 25 Jahre Trägerschaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:19 03.04.2019
Lieder gehören zum Alltag in der Naunhofer Kita „Regenbogen“. Hier singen Leiterin Gundula Rieger (mit Gitrarre) und Erzieherin Evelyn Eibold (li.) mit den Kleinen. Quelle: Thomas Kube
Naunhof

„Die Verhältnisse haben sich deutlich verbessert“, befindet Evelyn Eibold. Sie war früher Erzieherin in der städtischen Kindertagesstätte am Naunhofer Vereinsweg und erlebte mit, wie die Diakonie die Einrichtung am 1. April 1994 übernahm und 1999 in den Neubau am Steinweg umzog. Auf das Doppeljubiläum, das die Kita „Regenbogen“ am Freitag feiert, haben sie, ihre Kolleginnen und die Knirpse, sich bestens vorbereitet.

Trägerschaft durch die Diakonie

25 Jahre Trägerschaft durch die Diakonie und 20 Jahre im modernen Gebäude sollen ab 14.30 Uhr gefeiert werden. Ein Teil des Programms steht unter dem Motto „Wunderbares zum Staunen“, dem Jahresthema der Kita. „Seit Januar befassen wir uns mit Märchen, Naturphänomenen, aber auch mit biblischen Geschichten“, sagt Leiterin Gundula Rieger (50). Das zeigt: Hier ist etwas anders als in anderen Kitas. Der christliche Glaube gehört zum Alltag – unter anderem in Form von Tischgebeten und Segenssprüchen.

Christlicher Glaube als Angebot

„Wir halten uns ans religiöse Kirchenjahr und begehen entsprechend die Höhepunkte“, erläutert Rieger. Ostern werde nicht aufs Eiersuchen reduziert, sondern die Kinder erfahren die Leidensgeschichte Christi bis hin zur Kreuzigung. „Eine echte Herausforderung für manche Eltern und Erzieher, denn für viele Erwachsene ist es schwierig, ohne Beweis zu glauben, dass nach dem Tod die Auferstehung folgt“, schildert die Leiterin.

Neue Erfahrung für Erwachsene

Christlichen Glauben gibt ihr Team als Angebot weiter, nicht als Zwang. „Was später die Kinder daraus machen, liegt nicht in unserer Hand“, weiß Rieger. Der Großteil der Eltern, die ihre Sprösslinge in den „Regenbogen“ bringen, sei nicht religiös gebunden, würde aber Gottesdienste durchaus als Bereicherung in ihrem Leben empfinden.Davon weiß auch Erzieherin Evelyn Eibold zu berichten. Sie selbst wurde nicht religiös erzogen, weshalb für sie mit dem Wechsel zur Diakonie vieles neu war. „Es ist nicht verkehrt, wenn man den christlichen Aspekt kennenlernt“, urteilt die 60-Jährige im Nachhinein. Ans Herz ging ihr, als sich Kinder, die sie betreute, später mit ihren Eltern taufen ließen. „Ich war dabei, ein sehr schönes Erlebnis.“ Der Großteil des Personals kam nach ihr hinzu. Bei Neueinstellungen gilt inzwischen als Bedingung, einer Kirche anzugehören.

Zusammenarbeit mit Kirchgemeinde und Pflegeheim

Eine intensive Zusammenarbeit pflegt die 83 Plätze zählende Einrichtung, die in der Regel ausgelastet ist, momentan aber noch fünf freie Krippenplätze anbieten kann, mit der Naunhofer Kirchgemeinde und dem in der Nachbarschaft stehenden Altenpflegeheim „Charlotte Winkler“, das ebenso die Diakonie Leipziger Land betreibt. Die drei Partner sehen sich längst nicht nur zweimal im Jahr, wenn sie gemeinsame Gottesdienste gestalten.

„Die gute Verbindung ist eine Bereicherung für uns“, konstatiert Heimleiter Stefan Müller. „Unsere pflegebedürftigen Menschen freuen sich außerordentlich, wenn die Kinder zu ihnen kommen.“ Die Kleinen besuchen ihre Vorlese-Omas, ziehen zu Fasching in Kostümen durchs Heim und singen zu den Geburtstagen von Senioren.

Musik als Bestandteil der Erziehung

Letzteres hält Gundula Rieger für besonders bedeutsam. „In Familien wird heute kaum noch gesungen, aber gerade das ist ein wichtiger Bestandteil für die Entwicklung der Kinder“, erklärt sie. Die Naunhofer Kantorin Cornelia Schneider kommt deshalb regelmäßig ins Haus und probt mit dem Kinderchor, der in drei Altersstufen aufgeteilt ist. „Hinsichtlich der musikalischen Erziehung ist die Kita top“, meint sie. „Hier wird auch gesungen, wenn ich nicht da bin.“

Tag der offenen Tür für jedermann

Wie gut sich das anhört, werden die Besucher des Doppeljubiläums erfahren, denn mit der Kantorin gestalten die Kinder zum Auftakt der Feier eine musikalische Andacht. Nach einigen Grußworten nehmen die Gäste Platz an der von Eltern bestückten Kaffeetafel. 16 Uhr beginnt ein Tag der offenen Tür, den Franz der Knallfrosch gestaltet und zu dem jeder eingeladen ist, der Augen und Ohren offen hält für manch Wunderbares zum Staunen.

Von Frank Pfeifer

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mädchen und Jungen der Oberschule Trebsen packen Osterpäckchen für Tafel und beteiligen sich damit am Schülerwettbewerb „Beste Neunte“.

03.04.2019

22 Baugrundstücke entstehen in einem ersten Schritt am Brauereiweg in Grimma. Der Stadtrat hat jetzt den Entwurf des Bebauungsplanes gebilligt. Im neuen Wohngebieten sollen Bauherren freie Hand haben.

03.04.2019

Kurz vor seinem 90. Geburtstag fragt sich der Ur-Nerchauer Wolfgang Sieber: Weißt du noch, damals in deiner Jugend? Ein launiger Streifzug durch Nerchau, eine abenteuerliche Reise an 13 Orte der eigenen Kindheit.

03.04.2019