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Grimma Krabbeltiere siedeln auf Linde in Grimma
Region Grimma Krabbeltiere siedeln auf Linde in Grimma
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10:03 11.04.2019
Die Lindenwanze oder Malvenwanze (Oxycarenus lavaterae) bildet eine Kolonie an einer Linde auf dem Grimmaer Markt. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Wer derzeit in Grimma an der Rathausgalerie die Linden genauer betrachtet, wird dabei an einem der Bäume eine massenhafte Ansammlung von Käfern entdecken. In einer riesigen Kolonie hängen sie an der Rinde eines der vier Bäume. Dabei handelt es sich nach Aussagen von Michael Hodel vom Sachsenforst um die südeuropäische Lindenwanze. Hodel betont, dass man das Vorkommen dieser Gattung als Indikator für die viel diskutierte Erderwärmung nehmen kann.

Tiere wandern über Österreich nach Sachsen

Die Tiere wurden erstmalig 2001 im österreichischen Graz registriert. Ihre Wanderung führte sie im vergangenen Jahr dann nach Sachsen, zumindest wurden sie 2018 das erste Mal gemeldet. Die Winter überdauern Lindenwanzen in feinen Baumritzen. Oxycarenus lavaterae, so der lateinische Name, ernährt sich von Lindensaft und ist für Baum, Mensch und Tier ungefährlich. Das Krabbeltier sammelt sich im Frühjahr und Herbst in Massen an Linden oder in deren direkter Nähe, wobei meist nur ein Baum besiedelt wird.

Experten raten von chemischer Bekämpfung ab

Die Forstbehörden sehen in der Schabelkerfe keine Bedrohung und raten von einer chemischen Bekämpfung ab. Versuche in der Schweiz haben laut Fachliteratur ergeben, dass die beste Bekämpfung das Abfegen der Baumkronen und Stämme ist, oder dass man einfach ein paar Tage wartet, bis die Tiere von selbst weiterziehen. Lindenwanzen sind ebenso wie Feuerwanzen als Lästlinge, nicht aber als Schädlinge eingeordnet.

Von Detlef Rohde

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