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Grimma Lausicks neues Resort: Gäste können kommen
Region Grimma Lausicks neues Resort: Gäste können kommen
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19:45 26.11.2018
Letzte Handgriffe: Ronny Bauer (links) und Jürgen Ruppelt von der Bad Lausicker Firma Galabau Ruppelt stellen im Garten des Neubaus Fitnessgeräte auf. Quelle: Jens Paul Taubert
Bad Lausick

Bis zuletzt haben die Handwerker zu tun, damit sich das Bad Lausicker „Riff-Resort“ zur Einweihung am 30. November innen und außen von seiner besten Seite zeigt. Für Mareike Seifert und ihr Team wie für Henry Heibutzki, Geschäftsführer des Resorts und der Kur GmbH, bedeuten diese Tage höchste Anspannung. Längst liegen die Buchungen der ersten Gäste vor, Mitte Dezember beginnt der reguläre Betrieb. Dann finden Gesundheitsurlauber und Wellness-Gäste in unmittelbarer Nachbarschaft des Bades und seiner Sauna-Landschaft komfortable Ferienwohnungen vor. Verbunden sind der Neubau und das „Riff“ durch einen beheizten gläsernen Bademantel-Gang.

Bis zur feierlichen Einweihung des neuen „Riff-Resorts“ sind noch Tausend Kleinigkeiten zu erledigen. Ein Streifzug durch das Haus, das bereits gut gebucht ist.

Weit reicht der Blick aus den Zimmerfenstern über die gläserne Abenteuer-Pyramide und die Stadt oder auf das Kurviertel mit dem Schwanenteich. Die Apartments sind 26 Quadratmeter groß. Ferienwohnungen für vier Personen nutzen zwei dieser Zimmer, die durch eine Tür verbunden sind. Außerdem wurden vier als Suiten hergerichtet, verfügen also über einen Schlafraum für zwei Personen und über ein gemütliches Wohnzimmer. Ein Apartment im Erdgeschoss ist behindertengerecht ausgestattet. Drei weitere können bei Bedarf problemlos umgerüstet werden. Barrierefrei sind sämtliche Räume. Über 70 Betten verfügt das Haus, das aufgrund der Raumstruktur ausdrücklich auch auf Familien mit Kindern eingestellt ist. Eine Besonderheit: Ein Apartment ist Gästen mit Haustier vorbehalten.

Unabhängigkeit in der Ferienwohnung

Seit einem halben Jahrzehnt plane man ganz konkret an diesem Haus, sagt Henry Heibutzki: „Dass Bäder wie unser ,Riff' mit einem Resort verbunden sind, ist nicht nur in der Schweiz und Österreich längst Standard. Die Nachfrage ist auch hierzulande hoch.“ Um ihr zu entsprechen, habe man Pläne eines Hotels verworfen und statt dessen komfortable Ferienwohnungen eingerichtet, zu denen eine Miniküche gehöre. Das schaffe eine gewisse Unabhängigkeit. Dennoch gehöre zum Haus selbstredend ein Frühstückssaal, und nicht nur diejenigen, die Halbpension buchten, könnten bequem das „Riff“-Restaurant nutzen. Zwar werden die Gäste vor allem die Wellnessabteilung und die Saunen im „Riff“ nutzen, doch verfügt das Resort selbst in der zweiten Etage über einen Wellnessbereich mit orientalischem Dampfbad, Massageplätzen, einer Schwebeliege und einer Ruhezone. Im durch einen begrünten Wall zum Schwanenteich hin abgeschirmten Garten werden Fitnessgeräte aufgestellt, gibt es einen Spielplatz und bald auch einen Platz für Geselligkeit am Lagerfeuer.

Gesamtkosten von 3,7 Millionen Euro

Mareike Seifert und ihr Team kümmern sich um „Riff-Resort“ um die Gäste. Quelle: Jens Paul Taubert

Für Bad Lausick, das auf eine fast 200 Jahre währende Kur-Tradition zurückblicke, sei das Resort eine entscheidende Zukunftsinvestition – neben dem Thermalbrunnen, der schon vor Jahren erschlossen wurde und der jetzt modernisiert wird. Lange Zeit sei es schwierig gewesen, Banken für ein solches Vorhaben zu gewinnen. Erst die Niedrigzinsphase habe die Kreditbeschaffung ermöglicht, sagt Heibutzki. Die Summe von rund 3,7 Millionen Euro bringt die Thermenresort GmbH auf, die von privaten Geldgebern aus Bad Lausick und Umgebung getragen wird; die Kur GmbH sei zu einem Viertel daran beteiligt. Der Neubau wurde durch die Sächsische Aufbaubank gefördert. Die Kur GmbH ihrerseits errichtete für 400 000 Euro den Bademantel-Gang.

Deutschlandweites Interesse

„Wir freuen uns, dass vor allem Unternehmen aus der Stadt und der Region in den Bau eingebunden werden konnten“, sagt Henry Heibutzki. Durch das Haus werde ein knappes Dutzend neuer Arbeitsplätze geschaffen. Das sei nicht nur eine Förderbedingung gewesen, sondern ergebe sich aus dem Betrieb des Hauses. Die meisten Mitarbeiter seien eingestellt, Verstärkung aber sei durchaus noch willkommen. Das „Riff-Resort“, für das man seit einem halben Jahr werbe, werde bereits gut nachgefragt. Das liege nicht zuletzt an dem Sonderpreis, der bis Mitte Dezember gelte. „Resonanz erfahren wir nicht nur aus dem Städtedreieck Leipzig - Chemnitz - Dresden, sondern auch aus anderen Bundesländern“, sagt Heibutzki. Da komme es zupass, dass Bad Lausick per Bahn gut erreichbar sei und der Bahnhof vom Resort und vom „Riff“ nur wenige Gehminuten entfernt liege.

Wer einen Blick in das „Riff-Resort“ werfen möchte, hat dazu bei zwei Tagen der offenen Tür Gelegenheit – am 1. Dezember von 14 bis 18 Uhr und am 2. Dezember von 10 bis 14 Uhr.

Von Ekkehard Schulreich

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