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Grimma Leipziger Muldenland: Wo flossen Gelder bislang hin?
Region Grimma Leipziger Muldenland: Wo flossen Gelder bislang hin?
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09:00 10.05.2019
Das Multiple Haus in Böhlitz (Gemeinde Thallwitz) wurde mit Mitteln aus dem Leader-Programm saniert. Quelle: Thomas Kube
Landkreis Leipzig/Grimma

Das Leipziger Muldenland kam zu Beginn der aktuellen Förderperiode ziemlich schwer aus den Startlöchern. Um so beachtlicher ist die Zwischenbilanz, die die Lokale Aktionsgruppe (LAG) jetzt zieht. Bislang wurden 164 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von über 21,6 Millionen Euro ermöglicht. Rund 13,7 Millionen davon flossen aus den Töpfen der Europäischen Union. Die Förderregion umfasst die Kommunen Bad Lausick, Bennewitz, Borsdorf, Brandis, Colditz, Grimma, Lossatal, Machern, Naunhof, Otterwisch, Parthenstein, Thallwitz, Trebsen und Wurzen und damit eine Fläche von rund 870 Quadratkilometern.

Die Tabelle zeigt die Anzahl der Leader-Projekte, die Gesamtinvestitionen und den Zuschuss aus dem Förderprogramm. Quelle: Lokale Arbeitsgruppe

Spielplätze im Muldental saniert

„Fast zwei Drittel der Vorhaben“, hebt Regionalmanager Matthias Wagner hervor, „wurden von Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen oder Kirchgemeinden beantragt.“ Das zuständige Regionalmanagement hebt

In Gerichshain entstand mit Leader-Mitteln ein neuer Spielplatz. Quelle: Stiern

zudem die große Bandbreite der Maßnahmen hervor. So konnten junge Familien mit EU-Geldern Gebäude zu Wohnzwecken umnutzen. Im Fokus stehen dabei überwiegend historische Bauern- oder Fachwerkhäuser als auch Dreiseithöfe. Kommunen konnten Spielplätze in Lastau (Colditz), Gerichshain (Machern), Müglenz oder Frauwalde (beide im Lossatal) gestalten. Zehn weitere Vorhaben in diesem Bereich, darunter die Erneuerung der Sportstätte in Trebsen, die Sanierung der Friedhofsmauer Grethen (Parthenstein) oder die Platzgestaltung an der Karl-Haupt-Straße (Lossatal) befinden sich noch in Arbeit.

Straßenbeleuchtung wurde auf moderne Technik umgestellt

Auch Klimaschutz war ein wichtiges Thema. So konnte in den Naunhofer Ortsteilen Albrechtshain und Erdmannshain/Eicha die Straßen- und Radwegbeleuchtung für einzelne Trassen auf LED umgerüstet werden. 16 weitere Vorhaben aus sechs Kommunen (unter anderem Brandis, Trebsen und Thallwitz) komplettieren das Portfolio. Die Gemeinde Bennewitz beantragte sogar die Umrüstung der kompletten Straßenbeleuchtung in allen zwölf Ortsteilen. In der gesamten Leader-Region wurde bis zum 30. September 2018 rund 1800 Straßenlaternen umgerüstet.

„Vor allem Vereine und Kirchgemeinden konzentrierten sich auf soziokulturelle Einrichtungen“, berichtet Matthias Wagner. Sowohl das Pfarrhaus in Trebsen, das Multiple Haus in Böhlitz( Gemeinde Thallwitz), aber auch die Sporthalle Lüptitz (Lossatal) oder das Wirtschaftsgebäude im Kinderheim Seidewitz (Grimma) konnten so saniert werden. Auch örtliche Unternehmen profitierten. Geld floss zum Beispiel für die Anschaffung neuer Maschinen oder den Ausbau von Standorten.

Übernachtungskapazitäten für Touristen ausgebaut

Im Tourismusbereich wurden weitere Beherbergungskapazitäten geschaffen oder Objekte barrierefrei gestaltet. So wurden verfallene Gebäude oder

Die Mitgliedskommunen des Leipziger Muldenlandes. Quelle: LAG

Stallanlagen umgenutzt, um darin Ferienwohnungen zu schaffen. Außerdem werden die Entwicklung des Brandiser Stadtparkes, die Restaurierung des Agnes-Tempels im Macherner Park oder die Instandsetzung des Backhauses in Hohburg (Lossatal) zu großen Teilen mitfinanziert.

Einzelne Vorhaben stellt die LAG am 16. Mai, 16 Uhr, bei einer Veranstaltung im Speicher Seelingstädt vor. Interessenten können sich dafür noch bis 13. Mai anmelden – per E-Mail unter regionalmanagement@leipzigermuldenland.de oder telefonisch unter 03437/707071.

Von Simone Prenzel

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