Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Linke erinnern in Grimma an Befreiung vom Faschismus
Region Grimma Linke erinnern in Grimma an Befreiung vom Faschismus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:51 24.04.2019
Ein aufblasbarer Panzer hält vor dem Bahnhof in Grimma. Die von der Grimmaer Linken inszenierte Aktion soll an die Opfer des Faschismus erinnern. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Mit einem roten Panzer voller Luft erinnerte die Linke am Mittwoch an ein Kriegerdenkmal im Bahnhofspark von Grimma. 1945 war ein sowjetischer Panzer auf einen Sockel gehoben worden – das Fahrzeug vom Typ T-34 erinnerte seitdem an die Millionen Opfer des Zweiten Weltkriegs. Bis 1992 mahnte das Kriegsgerät, bevor es entfernt wurde. Danach stand allein der Sockel als sogenanntes Mahnmal.

Augenzeugenbericht aus den Tagen der Befreiung Naunhofs

Zur Erinnerung an die Befreiung Deutschlands vom Faschismus bauten die Linke einen aufblasbaren Friedenspanzer neben dem Denkmalsrumpf auf und luden Interessierte zu einer feierlichen Kranzniederlegung ein. „Grimma selbst wurde im April und Mai 1945 von den Amerikanern befreit, die ersten Sowjetsoldaten erreichten den Schomerberg am 7. Mai“, erinnerte Maximilian Schöpe, Vorsitzender und Spitzenkandidat der Grimmaer Linken zur Kommunalwahl. Harry Eichhorn, langjähriges Stadtrat der Linken in Naunhof und früher als Schulleiter tätig, erzählte von seinen persönlichen Erlebnissen zum Kriegsende. Anschließend verlas sein Sohn Michael Eichhorn, Mitglied im Landesvorstand und Naunhofer Kommunalpolitiker, die Aufzeichnungen „Naunhof im Jahre 1945“ des Augenzeugen und Historikers Jürgen Rückert, der die letzten Momente des Zweiten Weltkriegs in der Region Naunhof auf bedrückende Weise anschaulich machte.

Kritik aus den Reihen der Zaungäste in Grimma

Überwiegend Mitglieder und Sympathisanten der Linkspartei wohnten der Veranstaltung bei. Etwas weiter abseits sitzende Zaungäste älteren Jahrgangs stempelten die Veranstaltung als Wahlkampf ab. Grimma sei über 40 Jahre von der Sowjetarmee besetzt gewesen, deshalb seien die Momente, als der Panzer und später die ganze Armee aus der Stadt verschwand, glückliche Momente für die Stadt, so der Tenor. „Natürlich soll man nie das Leid des Krieges und die Millionen Toten vergessen. Aber ein aufblasbarer rosa Panzer ist da eher ein geschmackloses Schauspiel“, sagte ein Beobachter, der seinen Namen nicht nennen wollte.

Von Thomas Kube

Kritiker werfen Naunhofs Bürgermeister Zocher bewusste Verschleppungstaktik vor. Dieser sieht sich hingegen im Recht. Derweil vergeht Zeit, in der der Stadtrat zwei wichtige Probleme nicht lösen kann.

24.04.2019

Weil es für André Trautners Unternehmen Rotstahl bestens läuft, braucht es neue Partner. Mit ihrer neu gegründeten Firma Handhammer steht ihm seine Frau Kerstin Trautner deshalb jetzt zur Seite.

24.04.2019

Eine Medizinerin der Sachsenklinik in Bad Lausick ist wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen worden. Wegen einer Überdosierung sei eine Krebspatientin gestorben, so das Leipziger Amtsgericht.

24.04.2019