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Grimma MDR-Fernsehen dreht in Bad Lausick
Region Grimma MDR-Fernsehen dreht in Bad Lausick
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16:00 29.03.2019
MDR-Moderatorin Beate Werner in der Schäferei von Andreas Kober in Bad Lausick. Quelle: Jens Paul Taubert
Bad Lausick

Mit Ludwigs feuerrotem Robur-Bus durch Bad Lausick rollen und viele Facetten der Kurstadt erkunden: Fernseh-Moderatorin Beate nutzte dazu am Freitag die Gelegenheit. Für die MDR-Reihe „Unterwegs in Sachsen“ fahren ihr Team und sie aber bereits seit Dienstag durch die Gegend – denn man möchte nicht nur die knapp 200 Jahre alte Kurtradition zeigen, sondern manches von dem, was die Stadt und ihre Ortsteile ausmacht. Eine Station: die Schäferei von Andreas Kober in Glasten.

Kaum setzt Beate Werner den Fuß auf das saftige Grün der Wiese, reißt der Wolkenschleier ein bisschen auf. „Ganz toll, dass die Sonne rauskommt – nach dem Nieselregen gestern.“ Der Schäfermeister, gestützt auf den Haselnuss-Stecken mit dem Horngriff, den Filzhut in die Stirn gezogen, erwartet die Fernsehleute wie seine beiden Hütehunde und die Schafherde, die ins Freie drängte, mit einer gewissen Ungeduld.

Der MDR drehte am Freitag in der Schäferei von Andreas Kober in Glasten. Quelle: Jens Paul Taubert

MDR besucht Schäfermeister Andreas Kober in Glasten

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert pflegt Kober dieses selten gewordene Handwerk, ist förmlich verwurzelt mit dieser Tradition und diesem Land. „Ein besonderes Erlebnis“, freut sich die Moderatorin über die Schafe mit ihren Lämmern – umso mehr, als der Bad Lausicker Beitrag ja in der Karwoche ausgestrahlt wird.

Bad Lausick ist ein liebenswerter Ort. Die Menschen sind sonnig“, sagte Beate Werner. Kurz nach der Wende sei sie hier gewesen; seither habe sich unglaublich viel verändert – zum Positiven: „Das jetzt zu zeigen, ist endlich dran.“ Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass 2021 das Jubiläum „200 Jahre Kur“ in Bad Lausick gefeiert wird, dass der Thermalbrunnen saniert wird, dass die Stadt im nächsten Jahr ihr Heilbad-Prädikat verteidigen muss.

Moderatorin machte einen Stopp am neuen „Riff“-Resort in Bad Lausick

Zu Werners nachhaltigen Erlebnissen zählt die Tour, zu der Cathrin und Andreas Ludwig sie in ihren Robur-Bus einluden. Die Moderatorin machte einen Stopp am neuen „Riff“-Resort, ließ sich gegenüber von Azubi Anton durch das Kur- und Freizeitbad führen. Im Kurpark am Haus der Bläserakademie wurde sie von Musikern der Sächsischen Bläserphilharmonie begrüßt.

Moderatorin Beate Werner im Gespräch mit Schäfer Andreas Kober. Quelle: Jens Paul Taubert

Sie traf Inge Scherwinski, Chefärztin der Medianklinik für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, plauderte mit Ex-Bürgermeister Josef Eisenmann vor der Sachsenklinik – hier drehte der MDR die ersten Staffeln der gleichnamigen Fernsehserie – über die Neustellung der Weichen für die Kur in den neunziger Jahren. Stationen waren ebenso die mehr als 900 Jahre alte Kilianskirche und das Kur- und Stadtmuseum.

Süd-Leipziger Region, Muldental und Kohrener Land kennen die wenigsten

„Wir zeigen nicht nur das Heilbad, wir zeigen das Frühlingserwachen“, umriss Heike Riedel, die das Drehbuch schrieb, die Intention. Die Kurorte in der Sächsischen Schweiz, im Erzgebirge, im Vogtland hätten die meisten auf dem Schirm. Die anmutige Süd-Leipziger Region, flankiert von Muldental und Kohrener Land, sei vielen nicht so gewärtig – völlig zu Unrecht: „Hier gibt es so vieles zu entdecken, und die Menschen sind aufgeschlossen, bodenständig, herzlich.“

Davon kann sich Beate Werner auch am 30. März überzeugen, denn dann geht es vormittags in den Glastener Forst zur Parthenquelle, einem lange beliebten Ausflugsort nicht nur der Leipziger. Ein Dutzend Glastener treffen sich hier, unterstützt durch Revierförsterin Barbara Kotschmar, zum Frühjahrsputz.

Der Partheverein, der hier draußen legendäre Feste feierte, möchte sich wieder stärker um den Rastplatz an der Quelle kümmern. Mit dem Dreh schließen die Fernsehleute den thematischen Bogen, denn auch zu Beginn waren sie weitab des Stadtzentrums in der Natur: bei Fischer Udo Wolf, der in Kleinbeucha Teichwirtschaft betreibt.

Ausgestrahlt wird die Sendung „Unterwegs in Sachsen“, die Bad Lausick zeigt, am 20. April, 18.15 Uhr.

Von Ekkehard Schulreich

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