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Grimma MRB auf Abstellgleis: Zweckverband leitet Verfahren ein
Region Grimma MRB auf Abstellgleis: Zweckverband leitet Verfahren ein
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15:44 09.08.2018
Die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) auf der Linie RB 110 steht wegen ausfallender Züge in der Kritik. Quelle: Frank Schmidt
Landkreis Leipzig

Die Kritik an der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) hält weiter an – wofür das Bahnunternehmen mit Ankündigungen neuer Zugausfälle auf der von ihr betriebenen Strecke LeipzigDöbeln (Linie RB 110) auch selbst sorgt.

Nachdem die Zweckverbände Mittelsachsen (VMS) und Leipzig (ZVNL) sowie Bürgermeister betroffener Kommunen der MRB wegen der hohen und andauernden Quote an Zugausfällen Anfang vergangener Woche sogar Vertragsbruch vorgeworfen hatten, teilte das Tochterunternehmen der Transdev Regio Ost GmbH weitere Ausfälle von Dienstag bis Donnerstag mit. In Form der Standard-Mitteilung der vergangenen Wochen: „Aufgrund eines weiterhin erhöhten Krankenstandes werden bis einschließlich 9. August Fahrten auf der Linie RB 110, LeipzigDöbeln, zwischen Leipzig und Grimma bei Hin- und Rückfahrten durch Busse ersetzt.“ Zwischen 5 Uhr morgens und Mitternacht betrifft das jeweils zehn Linien in beiden Fahrtrichtungen pro Tag. Also 60 Fahrten an drei Tagen.

Der ZVNL reagierte am Dienstag prompt: „Trotz versprochener Gegenmaßnahmen sind Verbesserungen nicht eingetreten, somit sind langanhaltende Personalprobleme nicht mehr hinnehmbar. Hier ist das Management des Unternehmens gefordert, durch eine ausreichende Personalausstattung und eine vorausschauende Einsatzplanung einen regulären Zugbetrieb sicher zu stellen.“ Trotz der Zahlung von Vertragsstrafen und Absprachen zu Verbesserungen habe die Transdev Regio Ost GmbH ihre Leistungsverpflichtungen nicht erfüllt. Daher habe man sich zur „Prüfung rechtlicher Schritte entschlossen. Ziel dieser Maßnahmen ist die Wiederherstellung eines ordnungsgemäßen Betriebs auf der RB 110 zwischen Leipzig, Grimma und Döbeln“, heißt es in einem Schreiben des Nahverkehr-Zweckverbandes Leipzig.

Von der Mitteldeutschen Regiobahn hieß es dazu am Dienstagnachmittag: „Wir bedauern sehr die Unannehmlichkeiten für betroffene Fahrgäste und arbeiten mit Hochdruck den Streckenabschnitt LeipzigGrimma wieder mit Zug nach Regelfahrplan bedienen zu können.“

Kritik erntete die MRB inzwischen auch von der Grünen-Landtagsfraktion. Aus der Antwort von Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) auf eine Anfrage der Grünen geht hervor, dass „mit 85 Zugausfällen und einer Pünktlichkeit von nur 78 Prozent im März 2018 ein neuer Negativrekord erreicht“ wurde, berichtete Grünen-Sprecher Andreas Jahnel-Bastet.

Die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, Katja Meier, kritisierte: „Die anhaltenden Qualitätsdefizite auf der Strecke seit der Übernahme durch die Mitteldeutsche Regiobahn im Juni 2016 zeigen, dass hier zu Lasten der Fahrgäste gespart wurde.“

Infos zu aktuellen Zugausfällen: www.mitteldeutsche-regiobahn.de

Von Thomas Lieb

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